Wenn Christian Wörns an den vergangenen Samstag denkt, dann läuft der BVB-Kapitän noch heute vor Wut und Enttäuschung rot an:

BVB: Sieg am Main oder Kapitäns-Gesicht ist rotgefährdet

rk
24. November 2006, 11:44 Uhr

Wenn Christian Wörns an den vergangenen Samstag denkt, dann läuft der BVB-Kapitän noch heute vor Wut und Enttäuschung rot an:

Wenn Christian Wörns an den vergangenen Samstag denkt, dann läuft der BVB-Kapitän noch heute vor Wut und Enttäuschung rot an: "Die Niederlage gegen Berlin war mehr als ärgerlich. Hätten wir die drei Punkte eingefahren, dann ständen wir genau dort, wo wir hin wollen, auf einem UEFA-Cup-Rang." Den hat nun die Hertha für sich reserviert. Um den Kontakt zu den vorderen Plätzen nicht abreißen zu lassen, stehen die Borussen in Frankfurt wieder gehörig unter Druck. Der Routinier: "Daran besteht kein Zweifel, wir sind in der Pflicht. Doch wir haben keinen Grund, uns zu beklagen, da wir uns die Suppe selbst einbrockt haben. Jetzt müssen wir sie bei der Eintracht wieder auslöffeln."

Aber beim Gedanken an den Gegner wird dem einstigen Nationalspieler etwas flau im Magen: "Die Konstellation hätte super für uns sein können. Wir kommen mit zwei Siegen im Rücken, die Gastgeber müssen zwei Niederlagen verkraften. Eine klasse Ausgangslage, die wir verpasst haben, zumal Friedhelm Funkel nach der Niederlage der Hessen in Frankfurt richtig stinkig war. Er wird seine Mannschaft entsprechend anspitzen." Da liegt der "Wörnser" genau richtig, denn der Eintracht-Coach gibt sich grantig: "Manche Niederlagen kann ich ganz schnell abhaken, die in Bochum nicht."

Im Gegensatz zu Funkel war BVB-Kollege Bert van Marwijk nicht so richtig geladen, da er mit der Vorstellung seiner Schützlinge gegen die Hauptstädter nicht unzufrieden war, lediglich mit dem Resultat haderte. Dieser Einschätzung stimmt auch Wörns zu: "Klar, das Ergebnis war enttäuschend, dennoch kann diese Partie nicht mit den Begegnungen gegen Hannover, Bochum oder Bielefeld verglichen werden. Allerdings dürfen wir uns am Main nicht so naiv anstellen, insbesondere in der Anfangsphase." Mit großer Wahrscheinlichkeit werden in der Commerzbank-Arena die Borussen, die das Match gegen Berlin in den Sand gesetzt haben, eine Möglichkeit zur Rehabilitierung bekommen, selbst wenn Philipp Degen nicht wieder zur Verfügung stehen sollte.

Die Gastgeber hingegen werden weiterhin auf den Brasilianer Chris verzichten müssen. Außerdem wird auch Michael Thurk nicht dabei sein. Der Neuzugang aus Mainz zog sich im Training bei einem Zweikampf mit Patrick Ochs eine Muskelverletzung zu. Schade eigentlich, zumindest für den BVB, dass auch Aleksandar Vasoski nicht eingreifen darf. Der Mazedonier ist nämlich immer ein heißer Kandidat für vorzeitige Duscheinheiten, in Bochum flog er bereits zum dritten Mal in der noch kurzen Saison vom Platz und muss in den kommenden zwei Partien zuschauen. Funkel: "Irgendwann ist es mit den guten Worten vorbei." Wie bei den Dortmundern, denn die müssen am Main den endlosen Begründungen, warum es zuhause nicht klappt, auswärts wieder Taten folgen lassen. Sonst dürfte die Gesichtsfarbe von Wörns in den dann folgenden Tagen noch einen tieferen Rot-Ton bekommen.

Autor: rk

Kommentieren