Der 1. FC Bocholt darf weiter vom Niederrheinliga-Aufstieg träumen. Beim SSV Sudberg siegte die Bugla-Elf 3:1. Zufrieden waren die Schwarz-Weißen damit aber nicht.

Sudberg - Bocholt 1:3

Bugla-Elf muss jetzt zittern

Maik Thesing
06. Juni 2010, 18:06 Uhr

Der 1. FC Bocholt darf weiter vom Niederrheinliga-Aufstieg träumen. Beim SSV Sudberg siegte die Bugla-Elf 3:1. Zufrieden waren die Schwarz-Weißen damit aber nicht.

Bocholts Trainer Ralf Bugla schrie seinen Frust heraus: „Vielen Dank, Methe!“ Gemeint war Christoph Methling. Der defensive Mittelfeldspieler hatte in der Nachspielzeit vor dem eigenen „16er“ ein unnötiges Foul begangen, den fälligen Freistoß verwandelte Sudbergs Goalgetter Alit Osmani direkt (90.+3). Der 18-Meter-Schuss aus zentraler Position in den linken Winkel war unhaltbar für FCB-Keeper Luca Pollmann.

Die eigentliche Nummer zwei vetrat Tobias Ladermann, er hatte sich am Donnerstag eine Hüftprellung zugezogen. Es gab noch mehr Änderungen auf Seiten der Gäste: Rolf Kampshoff war für den zuletzt enttäuschenden Adin Alagic in die Startelf gerückt.
[infobox-right]SSV Sudberg - 1. FC Bocholt 1:3 (0:2)
Sudberg: Ricken - Jonuzi, Grzybowski, Vögler, Ülker (46. Schäfer) - Schmitz (83. Pontus), Nallbani, Thun, Yakar (83. Fresen) - Osmani, Khali.
Bocholt: Pollmann - Middelkamp, Eul, Charlier - Berg, Methling, Kampfshoff, Bauer (46. Eilhardt) - Andreadakis - Vaccarello (15. Alagic), Bennies (88. Misselmani).
Schiedsrichter: Florian Heien.
Tore: 0:1 Bennies (15.), 0:2 Andreadakis (32.), 0:3 Bennies (80. FE), 1:3 Osmani (90.+3). Zuschauer: 600.
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Die Schwarz-Weißen hatten losgelegt wie die Feuerwehr: Als Björn Bennies das 0:1 erzielte, hatte noch kein Sudbeger den Ball berührt (1.). Den Hausherren war eine gewisse Nervosität anzumerken, das 2:0 nach einer guten halben Stunde durch Nico Andreadakis (32.) war folgerichtig. Bennis hatte seinen Mannschaftskameraden schön freigespielt. „Wir hatten uns das in der ersten Halbzeit ganz anders vorgestellt, aber wenn man in der ersten Minute in Rückstand gerät, ist es schwer. Wenn mir nicht fünf Spieler gefehlt hätten, wäre es anders ausgegangen“, erklärte SSV-Coach Alfonso Del Cueto.

Aber seine Sudberger kamen verbessert aus der Kabine, agierten zu Beginn des zweiten Durchgangs sogar leicht leicht überlegen. Del Cueto: „In der zweiten Hälfte müssen wir die Tore machen, da habe ich von Bocholt nichts mehr gesehen. Der Elfmeter war fragwürdig.“ Damit spielete er auf die Szene in der 80. Minute an: Nach einem hohen Bein erwarteten viele einen Freistoß, aber Schiedsrichter Florian Heien zeigte auf den Punkt. Bennies verwandelte sicher, der Favorit führte mit 3:0.

Doch die Gäste mussten noch den Anschlusstreffer hinnehmen – und nun auf Schützenhilfe der Bergischen im dritten Spiel bei Union Nettetal hoffen: „Das darf nicht passieren, das war unverantwotlich. Wir hatten eine sehr gute Ausgangsposition, jetzt haben wir nur noch eine gute“, seufzte Bugla. Zu der entscheidenden Partie am Mittwoch reist der ganze FC-Tross. Sollte das Spiel 3:1 für Nettetal enden, wären die Union und Bocholt mit 4:2 Toren und vier Punkten absolut gleich. Und dann würde ein weiteres Entscheidungsspiel in der Sudberger Heinz-Schwaffert-Arena stattfinden.

Autor: Maik Thesing

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