Zum Abschluss der Aktion

SCHALKE - Manager, Trainer, Spieler und Fans an einem Tisch

16. November 2006, 10:44 Uhr

Zum Abschluss der Aktion "Schalke ohne Leidenschaft - Ihr macht uns sprachlos" fand am Dienstag die vom "runden Tisch" gewünschte Gesprächsrunde statt.

Zum Abschluss der Aktion "Schalke ohne Leidenschaft - Ihr macht uns sprachlos" fand am Dienstag die vom "runden Tisch" gewünschte Gesprächsrunde statt. Insgesamt waren 15 Fanvertreter (stellvertretend für: Ultras Gelsenkirchen, Supporters Club e.V., SFCV e.V., Schalker Fan-Inititative e.V., S04- und Westline-Forum, Bezirksleitersprecherin und Bezirksleiter) sowie die komplette sportliche Leitung des FC Schalke 04 mit vier Spielern aufgelaufen.

"Sicherlich haben wir nicht in allen Punkten Einigkeit erzielen können" fasste Frank Arndt, der 1. Vorsitzende des Supporters Clubs e.V., zusammen. "Entscheidend ist jedoch, dass wir unsere Meinung mit allen Befürchtungen und Ängsten im Sinne aller Fans noch einmal deutlich kommuniziert und wir teilweise auf beiden Seiten auch offene Worte gefunden haben". Marius Winzler von den Ultras Gelsenkirchen ergänzt: "Wir haben schon gespürt, dass wir gerade bei den schwierigen, sensiblen Themen nicht sofort einer Meinung sein würden. Das war jedoch von vorne herein nicht anders zu erwarten, sonst hätten wir uns ja gar nicht erst zu treffen brauchen."

Angetreten waren die Fanvertreter um auf der Grundlage des Pamphletes vor allem folgende drei Themenkomplexe zu diskutieren:
a) Entfremdungsprozesse auf Schalke,
b) Probleme bei der Außendarstellung,
c) Sportliche Leistungen gemessen an Anspruch und Zielsetzungen

Kritisch-kontrovers wurde der schleichende Entfremdungsprozess auf Schalke diskutiert, der Punkt, der den Fans am meisten am Herzen lag. Dabei ging es unter anderem auch um Wertevermittlung, Ehrlichkeit, Glaubwürdigkeit, Identifikation, Charakter aber auch um Traditionsbewusstsein- und pflege.

Beim Thema Außendarstellung durften die Anhänger hautnah miterleben und fühlen, wie explosiv und geladen die Stimmung derzeit auf Schalke ist. Speziell die Presse bekam da ihr Fett weg, das gestörte bzw. gereizte Verhältnis zu dieser und die Gründe dafür wurde den Fans näher erläutert.

Zum sportlichen Aspekt: Selbstverständlich sind und waren alle Anwesenden speziell über das Ausscheiden in den zwei Pokal-Wettbewerben enttäuscht. Traurig hat die Zuschauer jedoch vor allem gestimmt zu fühlen, dass die derzeitige Mannschaft nicht die Einheit zu sein scheint, die man sich seit den "Eurofightern" von 1997 wünscht.

Nach zweieinhalbstündiger teilweise hitziger, jedoch stets sportlich fairer Debatte waren sich alle Beteiligten darin einig, dass man gegenseitig für ein wenig mehr Verständnis gesorgt habe. "Wir bitten alle Fans die diese Zeilen nun lesen" hofft Jürgen Liefland, Vorstandsmitglied des SFCV, "um Verständnis, dass wir in Schriftform keine weiteren Details der Diskussionsrunde bekannt geben. Darauf haben wir uns alle gemeinsam noch vorher geeinigt."

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