Seit drei Wochen ist der Abstieg des WSV besiegelt, seitdem wird im Bergischen mit Hochdruck gearbeitet, um gut gerüstet in die Spielzeit 2010/11 zu gehen.

Wuppertaler SV

Essens Bührer steht auf der Liste

30. Mai 2010, 10:27 Uhr

Seit drei Wochen ist der Abstieg des WSV besiegelt, seitdem wird im Bergischen mit Hochdruck gearbeitet, um gut gerüstet in die Spielzeit 2010/11 zu gehen.

Glaubt man den offiziellen Verlautbarungen der Verantwortlichen mit Erfolg - die Hälfte des Kaders stehe bereits, bei der Suche nach einem neuen Trainer deute sich eine baldige Lösung an, finanziell sei man auf einem guten Wege, Wasserstandsmeldungen gebe man aber darüber hinaus nicht ab, so heißt es immer wieder. Wirklich Konkretes ist so kaum jemanden zu entlocken.

Lediglich bei einer einzigen Personalie wurde inzwischen Vollzug vermeldet, Sascha Samulewicz verlängerte seinen Vertrag bei den Rot-Blauen bis 2012 und wird als Nummer eins in die kommende Saison gehen. Ansonsten allerdings gibt man sich verschlossen, wohl auch weil doch nicht alles ganz nach Plan läuft. Ken Asaeda, der eigentlich gehalten werden sollte, verabschiedete sich dieser Tage in Richtung Hessen Kassel, wohin es wohl auch Tobias Damm zieht, und auch Stürmer Andrés Miguel Formento, dessen Vertragsverlängerung nur noch als Formsache galt, liebäugelt inzwischen doch wieder mit einem Wechsel. Dem Argentinier soll eine finanziell sehr lukratives Angebot aus Paraguay vorliegen.

Es gibt also noch viel zu tun für Achim Weber, Markus Bayertz und Co. bis wirklich eine schlagkräftige Truppe zusammengestellt ist. Als wichtige Eckpfeiler sind dabei Björn Weikl und Stefan Lorenz vorgesehen, die angeblich auch schon verlängert haben sollen, während Karsten Fischer und Steve Müller die vorliegenden Verträge noch nicht unterzeichnet haben. Steve Müller spricht aus, was viele rund um den Klub denken: „Ich habe ein Angebot vom WSV vorliegen, das auch gar nicht so schlecht ist. Aber natürlich ist es für uns Spieler auch interessant, mit welchem Trainer es hier weitergeht.“

Als Favoriten auf den Job an der Seitenlinie galt lange Peter Vollmann, den es nun aber wohl zu Hansa Rostock zieht, nicht chancenlos scheint hingegen Michael Dämgen zu sein. Kein Thema mehr ist nach RS-Informationen hingegen Peter Radojewski. Zwar wollte dieser sich nicht dazu äußern, doch soll der Vorstand ihm inzwischen eine klare Absage erteilt haben.

Wie auch immer der neue Coach heißen wird, planen kann dieser wohl mit Jan Hammes (Bonner SC), Jerome Assauer (Preußen Münster) und Felix Haas (Fortuna Düsseldorf II). Zwar wollten Assauer („Es besteht Kontakt, unterschrieben ist aber noch nichts“) und Hammes („Ich verlasse Bonn, auf jeden Fall, kann aber noch nichts über meinen neuen Verein sagen“) entsprechende Meldungen nicht bestätigen, allerdings sollen beide bereits fest zugesagt haben. Nicht ganz so weit sollen die Gespräche mit Dennis Bührer und Michael Lorenz fortgeschritten sein, Interesse an beiden haben die Wuppertaler dem Vernehmen nach aber gleichwohl.

Abgelaufen ist hingegen die Zeit von „Mo“ Najdi beim WSV. Nach einem letzten Gespräch, stellte Manager Bayertz unmissverständlich klar: „Für ihn ist die Tür endgültig zu.“ Auf Abschied stehen auch die Zeichen bei Ex-Kapitän Mitja Schäfer: „Ich habe noch keine Gespräche mit dem WSV geführt, irgendwann läuft einem aber auch die Zeit weg.“

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