Mit englischer Disziplin und möglichst mit Edin Dzeko will der neue Trainer Steve McClaren den Ex-Meister VfL Wolfsburg wieder in die Spitze der Bundesliga führen.

VfL Wolfsburg

McClaren hofft auf Dzeko-Verbleib

sid
26. Mai 2010, 15:16 Uhr

Mit englischer Disziplin und möglichst mit Edin Dzeko will der neue Trainer Steve McClaren den Ex-Meister VfL Wolfsburg wieder in die Spitze der Bundesliga führen.

"Der Absturz vom ersten auf den achten Platz in der vergangenen Saison war für den Verein eine riesige Enttäuschung. Ich bin hierher gekommen, um den Verein wieder nach oben zu führen und zurück ins internationale Geschäft zu bringen", sagte der Engländer bei seiner offiziellen Vorstellung am Mittwoch in der VW-Arena.

Die erste große Herausforderung für den neuen Coach ist dabei die Personalie Dzeko, der den Verein noch bis Montag über eine Ausstiegsklausel für 40 Millionen Euro verlassen kann. "Er ist ein Weltklasse-Stürmer, der für den Erfolg immens wichtig ist. Ich würde ihn sehr gerne behalten", erklärte der 49-Jährige: "Wenn man sich anschaut, wie die Preise für die besten Stürmer in den letzten Jahren in die Höhe gegangen sind - zum Teil 70, 80 oder 100 Millionen Euro verlangt werden - kann man froh sein, wenn man einen Angreifer auf diesem Niveau hat."

"Deutsche und die englische Mentalität ist ähnlich"

Weitere Personalentscheidungen will McClaren in den kommenden Wochen gemeinsam mit VfL-Manager Dieter Hoeneß fällen. "Wir werden in den kommenden Tagen unsere Ausrichtung und Philosophie besprechen. Danach wird es um mögliche Verstärkungen der Mannschaft gehen", sagte der frühere englische Nationalcoach, der in der abgelaufenen Saison in den Niederlanden Twente Enschede zur ersten Meisterschaft geführt hatte.

Als erster englischer Trainer in der Bundesliga sieht sich McClaren auch ein wenig als Pionier. "Englische Trainer sind ja in der Geschichte des Fußballs ohnehin nicht weit gereist. Ich habe mich die letzten zwei Jahre in den Niederlanden sehr wohl gefühlt und freue mich nun auch auf diese ganz neue Herausforderung", so der Coach, der keine Eingewöhnungsprobleme erwartet: "Die deutsche und die englische Fußball-Mentalität ist ja ähnlich. Und Disziplin, die Voraussetzung für erfolgreichen Sport ist, ist in beiden Ländern eine wichtige Tugend."

Autor: sid

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