Krefeld Pinguine – DEG Metro Stars 4:3

Eishockey-Krimi lässt das Fan-Herz höher schlagen

mt
04. Februar 2007, 00:24 Uhr

Mehr als 6000 Eishockey-Herzen schlugen am letzten Donnerstag
in der Krefelder Rheinlandhalle höher, besonders die der Fans
der Krefeld Pinguine, denn ihre Lieblinge besiegten die Mannschaft der Düsseldorfer EG im wohl packendsten Derby der letzten Jahre mit 4:3. Roland Verwey entschied das Spiel 100 Sekunden vor Spielende mit einem Alleingang.

Die Gäste aus der Landeshauptstadt, die das letzte Aufeinandertreffen noch leicht und locker mit 5:2 gewonnen hatten, suchten am Beginn ihr Heil in der Offensive und wollten die Pinguine überrollen. Doch mehr als eine 1:0-Führung sprang bis zur ersten Pause nicht heraus. Nach nur 139 Sekunden im Mitteldrittel überlistete Roland Verwey erstmals DEGTorhüter Jamie Storr, der wieder einmal einer der besten Spieler seines Teams war. Craig Johnson konnte die DEG kurz vor der zweiten Sirene wieder in Front bringen. Doch eine umstrittene Entscheidung von Schiedsrichter Harald Deubert brachte die Wende zu Gunsten der Pinguine, eine 3:2-Führung der Schwarz-Gelben. Die Düsseldorfer zeigten danach aber noch einmal Mumm und kamen zum Ausgleich. Mehr gelang nicht, da Pinguine-Goalie Reto Pavoni seinem Gegenüber Jamie Storr absolut ebenbürtig war.

Nach dem Krefelder 3:2 wurde das Spiel mit erhöhtem Körpereinsatz auf Kosten der Spielkultur geführt. Im Mittelpunkt stand hier eine Aktion von Jean Luc Grand Pierre gegen Jan Alinc. Der Krefelder Angreifer musste das Spielfeld nach einem Check in die Bande verletzt verlassen, während der Düsseldorfer Verteidiger dafür vom Schiedsrichter mit einer Spieldauerstrafe vom Eis geschickt wurde. „Das war ein korrekter Check“, hatte DEG-Manager Lance Nethery kein Verständnis für die Entscheidung. Außerdem wird den Düsseldorfern heute im Heimspiel gegen Augsburg wieder Tore Vikingstad fehlen. Beim Norweger, der zwei Drittel lang einige Einsätze absolvierte, brach die alte Schulterverletzung erneut auf. Sean Brown wird morgen in München an der Leiste operiert.

Voll des Lobes war nach dem Derby Pinguine-Trainer Jiri Ehrenberger: „Meine Mannschaft hat 60 Minuten hervorragend gespielt, eine tolle Moral gezeigt und verdient gewonnen. Wenn ein Team mit so viel Herz Eishockey spielt, führt das zu einer so sensationellen Stimmung, wie wir sie heute erleben durften.“ Im Premiere-Interview auf den möglichen Weggang von Franz Fritzmeier nach Duisburg angesprochen sagte er: „Ich weiß nicht, an wen ich mich bei der Planung für das nächste Jahr wenden soll.“

Autor: mt

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