Filip Trojan wirkte ratlos, als er aus der Kabine trat, um sich den Fragen nach den Gründen der 0:1-Heimniederlage gegen den VfL Wolfsburg zu stellen.

Bochum: Filip Trojan rätselt über vergebene Chancen

gp
29. Oktober 2006, 17:41 Uhr

Filip Trojan wirkte ratlos, als er aus der Kabine trat, um sich den Fragen nach den Gründen der 0:1-Heimniederlage gegen den VfL Wolfsburg zu stellen.

Filip Trojan wirkte ratlos, als er aus der Kabine trat, um sich den Fragen nach den Gründen der 0:1-Heimniederlage gegen den VfL Wolfsburg zu stellen. „Ich kann nicht sagen, warum es nicht gereicht hat. Wir hatten über 90 Minuten mehr als genügend Chancen, diese Partie für uns zu entscheiden“, analysierte der Tscheche. Dabei wollte er zwar nicht verschweigen, dass seine Mannschaft in den ersten 15 Minuten große Probleme hatte, überhaupt in die Begegnung zu finden, doch was sich danach abspielte, blieb für Trojan unerklärlich. „Natürlich hat uns der Rückstand geschockt und dem Gegner in die Karten gespielt, denn danach konnte sich Wolfsburg hinten rein stellen und dicht machen. Trotzdem haben wir uns viele Möglichkeiten erarbeitet, aber wenn du die in der ersten Liga nicht machst, wird das sofort bestraft“, kommentierte der 23-Jährige resigniert und fügte an: „Dann kriegen wir auch noch so ein billiges Tor.“

Dass die bittere Pleite an fehlender Laufbereitschaft gelegen haben könnte, wollte sich Trojan nicht vorwerfen lassen: „Gerade das kann man nicht bemängeln.“ Zu übersehen war allerdings nicht, dass der VfL im Vergleich zum couragierten Gastauftritt in Dortmund einiges an Aggressivität vermissen ließ. Trojans Erklärungsversuch: „Das war ein ganz anderes Spiel. Dort sind wir nach dem 0:6 gegen Bremen als krasser Außenseiter hingefahren, vielleicht waren wir deshalb im Kopf freier.“

Für Blockaden könnten vor allem die vergebenen Chancen sorgen, denn auch Trojan weiß: „Mit zehn Mann hätten wir noch den Dreier holen können. In Sachen Freistöße und Ecken waren wir den Wölfen haushoch überlegen. Was willst du in der Bundesliga eigentlich noch mehr?“

Die Antwort klingt einfach: Punkte und nichts anderes müssen her, gerade gegen die direkten Tabellennachbarn wurden diese bislang liegengelassen. Trojan: „In Hannover muss sich der Erfolg einstellen, die Aufgaben danach werden nicht leichter.“ Aber einfache Aufgaben gibt es für die Bochumer im Augenblick sowieso nicht und deshalb kürzt auch Trojan ab: „Ich kann doch erzählen, was ich will. Wir haben verloren, das ist Fakt. Wir müssen die nächste Partie gewinnen. Punkt!“

Autor: gp

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