In den Dortmunder Kreisligen fallen allmählich Entscheidungen, insbesondere im Abstiegskampf. Das Rennen um den Titel ist indes hier und da offener denn je.

DO: Kreisliga kompakt

Nach und nach herrscht Klarheit

Christian Müller
17. Mai 2010, 16:42 Uhr

In den Dortmunder Kreisligen fallen allmählich Entscheidungen, insbesondere im Abstiegskampf. Das Rennen um den Titel ist indes hier und da offener denn je.

Kreisliga A1:

Die drei Topteams gaben sich an diesem Wochenende keine Blöße. Spitzenreiter Hörder SC setzte sich, wenn auch knapp, mit 3:2 bei Germania Westerfilde durch. Die beiden Verfolger, der SV Westrich (4:0-Sieg gegen den FC Hellweg Lütgendortmund) und die SG Lütgendortmund (2:0 beim bereits feststehenden Absteiger RW Barop II), lösten ihre Aufgaben ebenfalls erfolgreich.

Im Abstiegskampf ist bereits alles entschieden. Türkspor Dortmund muss durch den Rückzug der Mannschaft ohnehin den Gang in die B-Liga antreten. Das gleiche Schicksal wird der Reserve von RW Barop zuteil, so dass die Niederlage des FC Hangeney in Mengede (0:3) nicht weiter ins Gewicht fiel.

Kreisliga A2:

Klassenprimus VfL Hörde leistete sich im Spitzenspiel eine 0:1-Heimniederlage gegen den ASC 09 II. ASC-Coach Boris Mihajlovic berichtete, dass die Partie weit weniger aktionsreich war, als der Tabellenstand beider Kontrahenten erhoffen ließ. „Wir hatten in der ersten Halbzeit siebzig oder achtzig Prozent Ballbesitz und Hörde wollte mit Fußballspielen anscheinend nichts zu tun haben“, erzählte der Trainer von einem passiven Tabellenführer. Da der VfL aber einige Freistoßmöglichkeiten hatte, war das Chancenverhältnis insgesamt ausgeglichen. Das Tor des Tages erzielte schließlich Patrick Johann. Trotz des Triumphes gibt sich Mihajlovic aber bezüglich des Titelrennens keinen allzu großen Illusionen hin. „Das Thema Aufstieg ist durch, Hörde braucht schließlich nur noch einen Punkt aus zwei Spielen. Wir wollen in der nächsten Saison mit fast derselben Mannschaft einen neuen Anlauf starten“, blickt der Übungsleiter nach vorne.

Hinter dem Spitzenduo rangiert die ÖSG Viktoria Dortmund jenseits von Gut und Böse. Die dritte Position der Viktoria kann nach dem 2:1 gegen SV Kocatepe Camii nicht mehr in Gefahr geraten.

Auch in dieser Liga ist die Abstiegsfrage bereits geklärt. Erster Absteiger ist die DJK Saxonia, die seine Mannschaft vor einigen Wochen abgemeldet hat. Hinzu kommt der FC Sarajewo Bosna, der durch das 1:4 beim TuS Eichlinghofen II auch die letzte theoretische Chance auf den Klassenverbleib verstreichen ließ.

Kreisliga A3:

Der SC Husen Kurl bleibt weiter auf Bezirksliga-Kurs, auch wenn es beim 2:1-Heimerfolg über die Zweite von TuS Eving Lindenhorst unerwartet eng zuging. Auf der Verfolgung befinden sich der VfL Kemminghausen und der VfB Lünen 08, die beide einen 3:1-Sieg einfuhren: der VfL gegen SV Preußen 07 Lünen II und der VfB im Derby gegen den BV Lünen 05. Kemminghausen liegt nunmehr drei Zähler hinter Husen Kurl, hat allerdings schon eine Partie mehr bestritten. Der VfB Lünen hat zwar gleich viele Begegnungen absolviert wie der derzeitige Spitzenreiter, weist jedoch immerhin vier Punkte Rückstand auf.

Im Tabellenkeller steht der Abstieg des abgeschlagenen ATC Brambauer bereits seit Wochen fest, doch der Kampf gegen den zweiten Abstiegsrang entscheidet sich auf der Zielgeraden zwischen TuS Eving Lindenhorst II und SV Preußen 07 Lünen II. Am finalen Spieltag muss Eving zwei Punkte auf Preußen aufholen, dementsprechend zählt für die TuS-Reserve gegen Ay Yildiz Derne nur ein Dreier. Evings Trainer Christian Eckle hatte beim Aufeinandertreffen mit dem Tabellenführer SC Husen Kurl mit immensen Problemen zu kämpfen: „Ich musste einen A-Jugendlichen und Spieler von den Alten Herren mit in den Kader nehmen, es war unser letztes Aufgebot. Allerdings hat bei Husen Kurl auch die Leichtigkeit gefehlt“, erklärt sich der Übungsleiter das überraschend knappe Resultat. Die Chance auf den Klassenerhalt bewertet Eckle skeptisch: „Preußen muss gegen ATC Brambauer ran, deswegen ist es für uns eher unrealistisch, den Ligaverbleib noch zu sichern.“

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Autor: Christian Müller

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