Der entthronte Titelverteidiger Spanien hat bei der Handball-WM in Deutschland seine Chance auf eine Teilnahme an den Olympischen Spielen 2008 in Peking gewahrt. Vor den Augen des spanischen IOC-Ehrenpräsidenten Juan Antonio Samaranch besiegte der Vize-Europameister im Spiel um Platz sieben in Köln Island mit 40:36 (19:13). Vier Tage nach der Viertelfinal-Niederlage gegen die deutsche Mannschaft (25:27) waren vor 18.500 Zuschauern in der Kölnarena Rolando Urios (9) und Alberto Entrerrios (8) die besten Werfer der Spanier, die damit das schwächste Abschneiden bei einer WM seit 1997 verzeichneten.

WM 2007: Iberer sichern sich Platz sieben

Spanien wahrt Chance auf Olympia 2008

(sid)
03. Februar 2007, 17:37 Uhr

Der entthronte Titelverteidiger Spanien hat bei der Handball-WM in Deutschland seine Chance auf eine Teilnahme an den Olympischen Spielen 2008 in Peking gewahrt. Vor den Augen des spanischen IOC-Ehrenpräsidenten Juan Antonio Samaranch besiegte der Vize-Europameister im Spiel um Platz sieben in Köln Island mit 40:36 (19:13). Vier Tage nach der Viertelfinal-Niederlage gegen die deutsche Mannschaft (25:27) waren vor 18.500 Zuschauern in der Kölnarena Rolando Urios (9) und Alberto Entrerrios (8) die besten Werfer der Spanier, die damit das schwächste Abschneiden bei einer WM seit 1997 verzeichneten.

Dennoch herrschte Erleichterung im Lager des Teams um den Ex-Kieler Demetrio Lozano. WM-Platz sieben berechtigt gerade noch zur Teilnahme an den olympischen Qualifikationsturnieren, die im Mai 2008 stattfinden. Allerdings müssen die Iberer dann auswärts antreten, weil nur die auf den WM-Rängen zwei bis vier platzierten Mannschaften Heimrecht genießen. Bei den mit insgesamt acht Bundesliga-Legionären angetretenen Isländern wahrte der Gummersbacher Gudjon Valur Sigurdsson seine Chance auf den Titel des WM-Torschützenkönigs. Der 27 Jahre alte Linksaußen erzielte ebenso wie der frühere Magdeburger Olafur Stefansson acht Treffer und schraubte sein Konto auf 66 Turniertore.

Der Gummersbacher Bundesliga-Coach Alfred Gislason hatte bereits vor einigen Tagen angekündigt, sein Amt als isländischer Nationaltrainer im Sommer niederzulegen. Der frühere Essener Profi erklärte das Ende der Doppelfunktion mit "familiären Gründen". In ihrem abschließenden Turnierspiel waren die Spanier von Beginn an das dominierende Team. Zwar kam der EM-Siebte Island noch einmal auf 27:29 (49.) heran, doch angeführt von seinem 105-kg-schweren Kreisläufer Urios zog der Ex-Weltmeister vorentscheidend auf 33:27 (52.) davon.

Autor: (sid)

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