Theofanis Gekas ist für Fußball-Bundesligist VfL Bochum bislang mehr als die halbe Miete. Zweimal hat der Neuzugang aus Griechenland in den Punktspielen beim 1. FC Nürnberg und bei Borussia Dortmund getroffen, beide Male gab es Punkte.

Arbeiter Gekas die Bochumer Hoffnung

24. Oktober 2006, 11:33 Uhr

Theofanis Gekas ist für Fußball-Bundesligist VfL Bochum bislang mehr als die halbe Miete. Zweimal hat der Neuzugang aus Griechenland in den Punktspielen beim 1. FC Nürnberg und bei Borussia Dortmund getroffen, beide Male gab es Punkte.

Theofanis Gekas ist für Fußball-Bundesligist VfL Bochum bislang mehr als die halbe Miete. Zweimal hat der Neuzugang aus Griechenland in den Punktspielen beim 1. FC Nürnberg und bei Borussia Dortmund getroffen, beide Male gab es Punkte. Und mit seiner Vorlage zum Ausgleichs-Tor von Fabio Junior beim 2:1 gegen Arminia Bielefeld hatte der 26 Jahre alte Torjäger auch maßgeblichen Anteil am bisher einzigen Saisonsieg des Tabellenletzten. `Wenn er richtig geführt wird, kann er Bochum sicher helfen´, sagte dann auch der griechische Nationaltrainer Otto Rehhagel nach der Verpflichtung des zehnmaligen Nationalspielers. Beim Erfolgscoach des Europameisters hatte sich auch VfL-Manager Stefan Kuntz eine Meinung eingeholt - und zeigt sich nach den ersten sechs Spielen zufrieden:

`Gekas ist schnell und hat Durchsetzungsvermögen. ` Vor allem aber die Berufsauffassung des Mittelstürmers, der vom VfL zunächst für ein Jahr von Panathinaikos Athen ausgeliehen wurde, passt ideal nach Bochum. `Ich habe früh gelernt, dass man nur etwas erreichen kann, wenn man hart an sich arbeitet´, erklärt der Angreifer, auf den die Bochumer noch eine Kauf-Option über eine geschätzte Ablösesumme von einer Million Euro besitzen. Gekas geht weite Wege, kämpft um jeden Ball und kommt dadurch zu Tormöglichkeiten. Im Revierderby in Dortmund hätte er das eine oder andere Tor mehr erzielen können. `Er nimmt sofort Tempo auf und sucht die Entscheidung. Es wäre schön, wenn er noch etwas ruhiger wäre´, sagte VfL-Trainer Marcel Koller, der bei Gekas noch Potenzial nach oben sieht. Seine Qualitäten als Torjäger hat Fani in Griechenland nachhaltig unter Beweis gestellt, in drei Erstliga-Spielzeiten erzielte er für GS Kallithea und Panathinaikos Athen 62 Treffer, 2005 holte er sich die Torjägerkanone.

In Bochum hat sich Gekas schnell eingelebt. Wegen der noch vorhandenen Sprachprobleme holte Manager Kuntz den ehemaligen Zweitliga-Profi Christos Orkas als Betreuer zum VfL. Gekas zeigte sich begeistert: `Der Trainer ist großartig, die Mannschaft hat mich prima aufgenommen.´ Dem Vater von Theofanis Gekas ist es im Übrigen zu verdanken, dass der Spross sich überhaupt für den Fußball entschieden hat. In der Jugend trainierte er parallel genauso leidenschaftlich Ringen. Der Vater, der in der Heimat einen Eisenwarenhandel betreibt, stellte ihn vor die Wahl: Zwei Sportarten neben der Schule gehen nicht. Gekas: `Ich war kein guter Schüler und bin gerade so durchgekommen. Da war die Schule ein gutes Druckmittel.´ Die Wahl fiel dann auf Fußball.

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