BVB: Weidenfellers Rücken ist weiter ernstes Problem

rk
20. Oktober 2006, 10:55 Uhr

.Bangen und hoffen. Während Coach Bert van Marwijk bezüglich eines Einsatzes von Roman Weidenfeller eher Skepsis an den Tag legt - "es sieht nicht gut aus, ich weiß nicht, wie es weitergeht" - ist der Keeper selbst etwas optimistischer und vor allem voller Ehrgeiz.

Bangen und hoffen. Während Coach Bert van Marwijk bezüglich eines Einsatzes von Roman Weidenfeller eher Skepsis an den Tag legt - "es sieht nicht gut aus, ich weiß nicht, wie es weitergeht" - ist der Keeper selbst etwas optimistischer und vor allem voller Ehrgeiz. "Natürlich habe ich Probleme, die sind schon allein durch die Tatsache ersichtlich, dass ich im Moment nicht trainieren kann. Aber wenn jemand mit Leib und Seele Fußballer ist, dann will er immer spielen", erläutert der 26-Jährige. Und weiter: "Zumal wir am Freitag erneut die Chance haben, Tabellenführer zu werden und ich habe in meiner Karriere bisher noch nie auf Platz eins gestanden."
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Doch ob es letztendlich für morgen reicht, dass entscheidet der schmerzende Rücken. "Das ist sicherlich keine Lappalie, zumal die Beschwerden nicht nach wenigen Tagen nachgelassen haben. Ich bin bestimmt kein Freund des Frühaufstehens, doch am letzten Samstag stand ich bereits um acht Uhr beim Physiotherapeuten Peter Kuhnt auf der Matte", setzt der Ex-Lauterer erneut auf die Künste der medizinischen Abteilung.
Die Nummer eins fiebert trotz aller Probleme dem Match entgegen: "Es ist immerhin ein Derby, das immer seinen besonderen Reiz hat. Die Zuschauer werden uns nach vorne treiben, wir wollen der Kulisse etwas besonderes bieten und am Ende wollen wir zusammen die Spitzenposition feiern."

Allerdings geht es nach seiner Auffassung nicht nur um drei Punkte und die Pole-Position: "Am Samstag werden uns die anderen überrollen und uns da wieder weghauen", sondern um den generellen Aufwärtstrend bei den Schwarz-Gelben. "Mit einem weiteren Sieg können wir die Euphorie steigern, die dann zu einer Welle werden kann. Die weiteren Mannschaften in der Bundesliga haben bisher keine Konstanz an der Tag gelegt, warum sollen wir nicht daraus unseren Vorteil ziehen."

Gegen einen Kontrahenten, der nun wahrlich nicht vor Selbstbewusstsein strotzt. Weidenfeller dazu: "Natürlich gehen wir als klarer Favorit in die Begegnung, der Druck liegt bei uns. Doch wenn wir nicht verkrampfen, sollten wir als Sieger vom Platz gehen." Direkt darauf schiebt er nach: "Man muss immer noch berücksichtigen, dass bei uns noch einige wichtige Akteure verletzungsbedingt fehlen. Wenn sie wieder dabei sind, dann besitzen wir ein enormes Potenzial und dann muss man uns erst einmal schlagen." Doch bis es soweit ist, muss Weidenfeller weiter um bzw. auf seinen Einsatz bangen und hoffen.

Autor: rk

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