Während die französische Presse Betrug wittert, feiern die polnischen Journalisten ihr Team.

WM 2007: Unterschiedliche Reaktionen in Ländern

Pressestimmen

(sid)
03. Februar 2007, 17:12 Uhr

Während die französische Presse Betrug wittert, feiern die polnischen Journalisten ihr Team. "Das war das heldenhafteste Spiel des letzten Vierteljahrhunderts", titelte etwa die Zeitung Przeglad Sportowy.

Frankreich

L´Equipe:

"So nah am Ziel! Eine unvollendete Symphonie. Die Blauen waren heroisch und wurden ganz knapp um ein Sieben-Meter-Werfen beraubt. Die Franzosen haben das Gefühl, nicht regulär geschlagen worden zu sein."

Courrier de l´Ouest:

"Das war so grausam! Die Blauen haben gegen 19.000 Zuschauer und ein Schiedsrichterpaar gespielt, das am Ende den Deutschen half.´

Ouest France:

"Ein gestohlenes Tor hat den Blauen das Finale geraubt."

Liberation:

"Die Schiedsrichter müssen niemandem Rechenschaft ablegen. Man kann sich aber gut vorstellen, wie sie hinter einem Duschvorhang sitzen und das Für und Wider mit den 19.000 Zuschauern abwägen. Das Tor ist ungültig, sagen sie. Frankreich wurde am Schluss ein Tor verweigert. Deutschland hat sich das Halbfinale mitgenommen."
Polen

Gazeta Wyborcza:

"Geschlagenes Dänemark. Polen kämpft um den Welmeister-Titel. (...) Das ist der größte Erfolg, der jemals von den polnischen Handballern errungen wurde und ein großer Sieg über ihre eigenen Schwächen. Denn einige Stunden vor dem Spiel mussten sechs Spieler, die unter Darmproblemen leiden, Infusionen."

Przeglad Sportowy:

"Wir lieben Euch! Es war das heldenhafteste Spiel seit einem Vierteljahrhundert. Die polnischen Spieler haben eine des WM-Finales würdige Vorstellung gezeigt. Mein Gott, was passiert hier nur?"

Dziennik:

"Die Polen und die Dänen haben den 13.000 Zuschauern vor Ort und den Millionen Fernsehezuschauern unglaubliche Aufregung garantiert. Wir haben einen Kampf von ebenbürtigen Gegners gesehen. Torhüter Adam Weiner hat das Spiel seines Lebens gemacht."

Dänemark

Copenhagen Post:

"Die Mannschaft hatte bei der Halbfinal-Niederlage in den letzten Minuten keine Kraft mehr. Die Erschöpfung führte zu Fehlern und plötzlich war der Traum geplatzt. Der Ausgleich in der ersten Verlängerung war das letzte Ausbäumen, bevor die körperlich starken Polen die dänische Mannschaft in die Knie zwang und einen wohl verdienten Sieg feierte."

Autor: (sid)

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