Der 1. FC Nürnberg darf vom Verbleib in der Bundesliga träumen. Christian Eigler erzielte das goldene Tor zum 1:0 (0:0) im Relegations-Hinspiel gegen Augsburg.

Relegations-Hinspiel

Eigler lässt "Club" jubeln

sid
13. Mai 2010, 22:29 Uhr

Der 1. FC Nürnberg darf vom Verbleib in der Bundesliga träumen. Christian Eigler erzielte das goldene Tor zum 1:0 (0:0) im Relegations-Hinspiel gegen Augsburg.

Der Stürmer verschaffte den Franken damit eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel am Sonntag (18.00 Uhr). Nürnberg reicht nun bereits ein Unentschieden zum Liga-Verbleib. Eigler kann für den Club wieder Gold wert sein, er traf im vergangenen Jahr in beiden Relegationsspielen gegen Energie Cottbus.

"Wenn man Augsburg in den Pokalspielen gegen Bundesliga-Gegner gesehen hat, wusste man, dass es schwer wird. Es ist klar, dass wir Geduld haben mussten. Aber die Augsburger wurden am Ende müde", sagte Nürnbergs Trainer Dieter Hecking und Kollege Jos Luhukay meinte: "Nürnberg hat das Tempo hochgehalten und wir kamen nicht mehr gut raus, weil die Genauigkeit fehlte. In der ersten Halbzeit haben wir uns nicht versteckt und jede Gelegenheit genutzt, auf Angriff umzuschalten. Aber es fehlten immer ein paar Zentimeter."

"Machts noch einmal" war die Überschrift im Stadion-Magazin des neunmaligen deutschen Meisters vor dem Spiel um die letzte Bundesliga-Chance. Ein Jahr nach dem überzeugenden Aufstieg in der Relegation gegen Cottbus hatte FCN-Trainer Dieter Hecking überraschend Aufstiegsheld Marek Mintal auf die Bank gesetzt, dafür spielte Eric Choupo-Moting.

Diese Personalmaßnahme brachte jedoch zunächst gar nichts, denn Pokal-Halbfinalist Augsburg hatte im emotionalen Bayern-Duell anfangs mehr Spielanteile. Die Gäste wirkten entschlossener und kombinationssicherer, vor allem Torschützenkönig Michael Thurk sorgte für Unruhe.

Nach neun Minuten strich ein Distanzschuss von Daniel Baier knapp am Tor der Gastgeber vorbei, in der 15. Minute fehlten bei einem Freistoß von Axel Bellinghausen fast von der Mittellinie nur ein paar Zentimeter. Und in der 22. Minute kam Thurk nach einem schönen Spielzug nicht perfekt zum Kopfball.

Die enttäuschenden Gastgeber fanden trotz der überwältigenden Unterstützung von 40.509 Fans erst nach etwa 25 Minuten halbwegs ins Spiel. Zwar gab es kaum vernünftige Kombinationen, aber gleich drei hochkarätige Torchancen.

Zunächst wurde Albert Bunjaku in letzter Sekunde abgeblockt (25.), dann hielt FCA-Keeper Simon Jentzsch einen Kopfball von Ilkay Gündogan (28.). Die dickste Gelegenheit vergab dann erneut Torjäger Bunjaku, der freistehend aus kürzester Distanz einen Kopfball über das Tor jagte (36.).

Nach dem Wechsel kam Nürnberg entschlossener aus der Kabine und drängte die nun gänzlich auf das 0:0 fixierten Gäste zunehmend in die Defensive. Zwar fehlten in einer zerfahrenen Partie weiter die spielerischen Mittel, um Augsburg auszuspielen, aber vor allem nach Standardsituationen wurde es gefährlich. In der 56. Minute verhinderte Jentzsch mit einem Reflex bei einem Kopfball von Club-Kapitän Andreas Wolf das 0:1.

Danach kochten die Emotionen hoch. Zunächst gab es nach einem harten Zweikampf ein handfeste Auseinandersetzung, die mit drei gelben Karten endete. Der Nürnberger Javier Pinola und Augsburgs Jonas de Roeck sind fürs Rückspiel gesperrt. In der 67. Minute parierte Gäste-Keeper Jentzsch einen Foulelfmeter von Bunjaku glänzend. Zuvor war Choupo-Moting gefoult worden.

Autor: sid

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