3:1 in Mainz! Aufsteiger Aachen erstmals Tabellenführer

13. Oktober 2006, 22:22 Uhr

Alemannia Aachen ist erstmals Tabellenführer der Fußball-Bundesliga.

Alemannia Aachen ist erstmals Tabellenführer der Fußball-Bundesliga. Der Aufsteiger setzte sich zu Beginn des siebten Spieltages mit 3:1 (2:1) beim FSV Mainz 05 durch und eroberte mit zwölf Punkten zumindest vorübergehend die Tabellenführung. Mainz wartet hingegen seit nunmehr sechs Partien auf einen Sieg. Thomas Stehle (34.) und Sascha Rösler (38.) mit einem Doppelschlag sowie Marius Ebbers (78.) führten die Alemannia zum vierten Saisonsieg. Marco Rose (29.) hatte die Gastgeber in Führung geschossen. Alemannia-Keeper Kristian Nicht und der Mainzer Schlussmann und Kapitän Dimo Wache sahen bei insgesamt drei Treffern schlecht aus.

Vor 20.300 Zuschauern im ausverkauften Bruchwegstadion blieben die Mainzer weitgehend harmlos. Zunächst verfehlte Edu (27.) aus kurzer Distanz knapp das Tor. Zwei Minuten später traf Rose mit einem Schuss durch die Beine von Nicht zur Führung. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit scheiterte Rose mit einem Freistoß am glänzend parierenden Nicht. Auf der Gegenseite machten die Aachener aus zwei Chancen zwei Tore. Erst nutzte Stehle eine misslungene Abwehr von Wache zum Ausgleich, vier Minuten später düpierte Rösler den Mainzer Torhüter mit einem Schuss aus 30 Metern Entfernung. Neu-Nationalspieler Jan Schlaudraff konnte unter den Augen von Bundestrainer-Assistent Hansi Flick hingegen kaum Akzente setzen. Bei den Mainzern hatte Trainer Jürgen Klopp seine Anfangsformation auf zwei Positionen geändert.

Für den am Oberschenkel verletzten Nikolce Noveski rückte der ehemalige Aachener Ralph Gunesch neben Nationalspieler Manuel Friedrich in die Innenverteidigung. Chadli Amri übernahm für den zuletzt enttäuschenden Mimoun Azaouagh die Spielmacher-Rolle. Bei den Aachenern agierte Stehle auf der rechten Abwehrseite für den angeschlagenen Sergio Pinto (Sprunggelenk). Auch nach dem Seitenwechsel leisteten sich die Mainzer zu viele Fehlpässe. Auf der Gegenseite hätte Marius Ebbers schon früher für die Vorentscheidung sorgen können, traf aber nur den Pfosten (67.). Elf Minuten später war er dann bei einem Konter zur Stelle, als er eine kurze Hereingabe von Sascha Rösler ins Netz beförderte.

Autor:

Kommentieren