So richtig wollte sich nach dem 1:0 (0:0)-Auswärtserfolg bei Eintracht Trier keine Siegsfreude bei Bochums Interimstrainer Jürgen Heipertz einstellen.

Trier - VfL II 0:1

Kaum Freude trotz Auswärts-Dreier

Claus Büttner-Wobst
08. Mai 2010, 21:21 Uhr

So richtig wollte sich nach dem 1:0 (0:0)-Auswärtserfolg bei Eintracht Trier keine Siegsfreude bei Bochums Interimstrainer Jürgen Heipertz einstellen.

Wusste er doch zum einen, dass der Sieg sehr glücklich für die Bochumer war und zum anderen, dass die Niederlage den Abstieg für die Kicker aus dem Moselstadion besiegelte.

So also bekannte der Bochumer Coach: „Wir hatten viel Glück in der ersten Hälfte, dass Trier nicht in Führung gegangen ist. In der zweiten Halbzeit sind wir dann über den Kampf besser ins Spiel gekommen. Aber nach dem Verlauf der ersten Hälfte weiß ich nicht, warum Trier da unten steht.“ Freilich halfen all die guten Worte aber Triers Trainer Roland Seitz auch nicht mehr. „Wenn wir den 25. Spieltag hätten, dann könnten wir sagen, wir stehen wieder auf, aber seit heute ist endgültig klar, dass wir absteigen“, so der deutlich gefrustete Trainer. Er ergänzte: „Warum wir unten stehen, ist nach der ersten Hälfte klar. Wer fünf glasklare Chancen so vergibt, der verdient keinen Sieg“, so Seitz.

Tatsächlich spielte Trier in der ersten Hälfte herzerfrischend und produzierte Chancen im Minutentakt. Doch Sahr Senesie (6., 11.), Matondo Makiadi (14., 32.) und Martin Wagner (21.) bugsierten den Ball entweder nur an den Pfosten, die Latte oder über das Gehäuse.

Erst in der zweiten Hälfte erhöhte Bochum das Tempo und mit ihrer zweiten Chance kamen die Gäste zur 1:0-Führung. Einen Pass von Christian Mengert nahm Mirkan Aydin auf, und lupfte den Ball vorbei am sonst sicheren Kenneth Kronholm und schloss zum 0:1 ab. Trier versuchte in der Folge noch zum Ausgleich zu kommen, aber spätestens nach der Auswechslung von Matondo Makiadi fehlte den Moselstädtern die Durchschlagskraft, auch wenn Senesie nach einem Drehschuss in der 77. Minute noch den Pfosten traf.

So haben die nächsten zwei Spieltage nur noch statistischen Wert für die Eintracht, der VfL konzentriert sich indes darauf, in den verbleibenden zwei Spielen gegen Rot-Weiss Essen und bei Preussen Münster, Platz drei in der Liga zu sichern.

Autor: Claus Büttner-Wobst

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