Bert van Marwijk hat mal wieder reingeschaut:

BVB: Gegen die Harmonie und für rege Diskussionen

rk
29. September 2006, 11:04 Uhr

Bert van Marwijk hat mal wieder reingeschaut: "Ich habe nach dem Spiel in Mönchengladbach die Zeitungen gelesen."

Bert van Marwijk hat mal wieder reingeschaut: "Ich habe nach dem Spiel in Mönchengladbach die Zeitungen gelesen." Und dort ist auch dem Niederländer aufgefallen, dass zum Beispiel Roman Weidenfeller und Markus Brzenska mit ihren Mitspielern hart ins Gericht gegangen waren (RS berichtete am Sonntag). Von Worten, wie "man muss sich anders präsentieren" oder "nicht alle haben 100 Prozent gegeben" war da die Rede. Der Dortmunder Coach wollte da im Nachhinein auch nicht widersprechen: "Gegen Hamburg waren Biss, Wille und auch die Gier nach dem Sieg das ganze Spiel über zu erkennen. Am letzten Freitag hat die richtige Überzeugung gefehlt."

Trotzdem kommt es in der Regel nicht gut an, wenn einzelne Kicker ihre Kollegen öffentlich kritisieren, aber "BvM" hat diesmal keinen Einspruch eingelegt: "Es wird uns doch oft vorgeworfen, bei uns wäre alles zu harmonisch." Die Konsequenz: "Eine Mannschaft, die diskutiert, ist mir lieber, so lange man eine gewisse Grenze nicht überschreitet. Doch da sind wir noch lange nicht angelangt." Es ist also noch Luft nach oben, in jeder Hinsicht. Und dieses Vakuum soll das Team selbst füllen, mit Unterstützung des Trainers. "Das haben wir in dieser Woche trainiert. Eine Truppe, die sich aufmacht, sich selbst zu korrigieren, ist auf dem richtigen Weg. Mit mündigen Spielern ist dieser sogar schneller zu absolvieren", hebt der Ex-Rotterdamer hervor, der aber gleichzeitig weiß: "Es gibt keine Garantie, dass so etwas schon im nächsten Match etwas bringt."
Abwarten. Auch für van Marwijk, der übrigens heute nicht in die Gazetten schauen will. "Ich weiß schon, was da stehen wird. Man kann aus allem ein Problem machen." Und von eventuellen Negativszenarien hält er überhaupt nichts: "Wenn ich das bei den Akteuren machen würde, die über eine Bauernschläue verfügen, dann kann ich alles vergessen."

Autor: rk

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