Nach 202 Tagen ohne Bundesliga-Tor scheinen sich selbst die eigenen Fans kaum noch für ihn zu interessieren.

Hanke will schwarze Serie auf Schalke beenden

22. September 2006, 13:45 Uhr

Nach 202 Tagen ohne Bundesliga-Tor scheinen sich selbst die eigenen Fans kaum noch für ihn zu interessieren.

Nach 202 Tagen ohne Bundesliga-Tor scheinen sich selbst die eigenen Fans kaum noch für ihn zu interessieren. Ganze 48 Anhänger des VfL Wolfsburg mochten bis zum Freitagmittag auf der Vereinshomepage die Frage beantworten, ob Mike Hanke im Punktspiel ausgerechnet bei seinem Ex-Klub Schalke 04 am Samstag (15.30 Uhr/live bei arena) endlich wieder ins Schwarze treffen wird. Noch ernüchternder: 31 Teilnehmer der Umfrage votierten mit einem klaren `Nein.´ `Ich werde nicht nervös. Irgendwann werde ich schon wieder treffen´, meint der siebenmalige Nationalspieler, der es mit acht Toren in der vergangenen Saison sogar in den deutschen WM-Kader geschafft hatte.
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Von dem Boom rund um die DFB-Elf konnte der Angreifer nach Abschluss des Turniers allerdings nicht profitieren. Die Misere der noch sieglosen Wolfsburger tat ihr Übriges. Erst einmal traf der VfL in dieser Spielzeit selbst ins gegnerische Netz. Hinzu kommt ein Eigentor des Leverkuseners Ahmed Madouni. Für die damals umstrittene Ablösesumme in Höhe von rund 3,5 Millionen Euro lotste der inzwischen geschasste VfL-Manager Thomas Strunz den Stürmer vor der vergangenen Saison von den `Königsblauen´ zu den Niedersachsen. Bei Schalke rieb man sich angesichts des lukrativen Geschäfts die Hände und weinte dem durchaus gut veranlagten Torjäger auch im Vorfeld der Partie am Samstag keine Träne nach. `Ich freue mich auf meine Rückkehr in die Schalke-Arena. Schließlich habe ich dort lange nicht gespielt. Ich werde versuchen, mich in die Partie hereinzukämpfen´, verspricht Hanke, der in der vergangenen Saison vor dem Gastspiel in Gelsenkirchen kurzfristig ausgefallen war.

Eine Leistungssteigerung scheint auch notwenig, um seinen Platz in der Nationalmannschaft nicht zu verlieren. Nachdem er Kevin Kuranyi überraschend aus dem WM-Aufgebot verdrängt hatte, scharrt sein Nachfolger auf Schalke nach bisher ansprechenden Saisonvorstellungen bereits mit den Hufen. Im Notizbuch von Bundestrainer Joachim Löw soll Hankes Konkurrent schon wieder ein paar Seiten nach vorn gerutscht sein. Zumindest privat hat Hanke allerdings wieder einen Volltreffer gelandet. Gemeinsam mit seiner Freundin Jenny erwartet er im April kommenden Jahres sein erstes Kind. Für den Angreifer eine zusätzliche Motivation, seine seit 13 Ligaspielen andauernde `Torlos-Serie´ gegen Schalke endlich zu beenden.

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