Um den Bochumer Neuzugang Benny Auer ist es still geworden – beängstigend still.

BOCHUM: Auer leidet an einer unbekannten Virusinfektion

gp
22. September 2006, 10:29 Uhr

Um den Bochumer Neuzugang Benny Auer ist es still geworden – beängstigend still.

Um den Bochumer Neuzugang Benny Auer ist es still geworden – beängstigend still. Dabei waren an die Verpflichtung des Angreifers so viele Hoffnungen geknüpft. Doch nach dem Einsatz gegen seinen Ex-Club Mainz 05 verschwand Auer aus den Schlagzeilen. Jetzt, gut einen Monat nach dem Saisonauftakt lüftete er zur Wochenmitte erstmals sein Geheimnis: "Ich fühle mich schlapp, leide an einer rätselhaften Virusinfektion. Bis jetzt können mir die Ärzte noch nicht sagen, was es ist."
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Schon zum Ende der Vorbereitung merkte Auer, dass irgendetwas nicht stimmt. Beim Auftakt in Mainz erkannte er sich in der ersten Halbzeit selbst nicht wieder, wirkte ausgelaugt und wie zerschlagen. Auer: "So etwas habe ich noch nie erlebt, ich kam mir vor wie ein alter Mann."
Doch die ersten drei Blutuntersuchungen führten nicht zur Lösung des Rätsels. "Ich konnte nur ein wenig joggen oder Radfahren, von einer ernsthaften Belastung konnte keine Rede sein." Am vergangenen Dienstag stand die vierte große Blutuntersuchung an, nun heißt es Warten auf den Befund. "Freitag oder erst am kommenden Montag bekommen wir die Werte von der Ruhr-Universität. Ich hoffe, dann weiß ich endlich, woran ich bin. Es wäre schon ein großer Fortschritt, wenn wir endlich das Kind beim Namen nennen könnten", muss sich Auer in Geduld üben.

Aber die Ungewissheit nagt am Stürmer: "Die letzen Tage waren schon sehr bedrückend, zumal ich keine Fortschritte mache, denn es gibt auch keine wirksamen Medikamente gegen diesen viralen Infekt." Jetzt wird verständlich, warum der 25-Jährige schon vor dem ersten Saisonspiel und danach im Training regelrecht unterging. Für Außenstehende war es nicht zu begriffen, zum Schutz des Patienten schwieg die medizinische Abteilung eisern, mal wurde von einer Grippe, mal von muskulären Problemen geredet, vielleicht auch, weil die Wahrheit zur Stunde noch völlig unklar ist.

Doch Auer hält an seiner Lebensphilosophie fest: "Ich bin ein Optimist, ist der Virus erst definiert, werde ich auch schnell wieder gesund." Und so quält sich der 60-fache Auswahlspieler der DFB-Jugendteams noch ein paar Tage, in der Hoffnung, dann endlich erlöst zu werden.

Autor: gp

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