In den Dortmunder Kreisligen wird die Lage für einige Kellerkinder immer brenzliger. Doch auch weiter oben ist das Rennen noch nicht überall gelaufen.

DO: Kreisliga kompakt

Spannung im Kampf gegen den Abstieg

Christian Müller
26. April 2010, 17:42 Uhr

In den Dortmunder Kreisligen wird die Lage für einige Kellerkinder immer brenzliger. Doch auch weiter oben ist das Rennen noch nicht überall gelaufen.

Kreisliga A1:

Der 26. Spieltag geht an den Tabellenführer Hörder SC. Dem Sportclub gelang gegen DJK BW Huckarde ein knapper 1:0-Erfolg. Dabei profitierte der Spitzenreiter von einem Ausrutscher des Verfolgers SG Lütgendortmund, der im Stadtteilderby gegen den FC Hellweg nur zu einem 1:1 kam und somit zwei Punkte liegen ließ. Die SG, die vor kurzem noch mit einer Siegesserie auf sich aufmerksam gemacht hat, muss nun das zweite sieglose Match hintereinander hinnehmen. Unterdessen gaben sich die beiden nachfolgenden Teams SV Westrich (5:3 beim SC Dortmund 97/08) und RW Bodelschwingh (4:1 gegen RW Barop II) keine Blöße und haben ebenfalls noch gute Karten im Aufstiegsrennen.

Die Baroper Reserve hingegen muss sich nach der Pleite gegen Bodelschwingh langsam aber sicher mit dem Gang in die B-Liga befassen, wenngleich auch der FC Hangeney (0:4-Heimniederlage gegen SuS Oespel Kley) und Westfalia Kirchlinde (1:2 gegen Germania Westerfilde) ihr Punktekonto nicht aufstocken konnten.

Kreisliga A2:

Der VfL Hörde konnte die „Pole-Position“ verteidigen. Durch den 3:0-Auswärtserfolg bei TuS Eichlinghofen II behauptet der VfL seinen Vorsprung von fünf Punkten gegenüber dem ASC 09 II. Die Aplerbecker indes setzten sich mit 2:0 auf eigenem Platz gegen die Zweite des VfL Schwerte durch. ÖSG Viktoria Dortmund, souverän auf Rang drei, feierte einen 4:2-Sieg gegen TSC Eintracht 48/95. Nach unten dürfte für die ÖSG bei zehn Punkten Vorsprung auf den vierten Platz nichts mehr passieren, doch der Weg nach oben ist bei vier Zählern Rückstand und zwei bestrittenen Partien mehr auch sehr weit.

Ganz tief im Keller befindet sich nach wie vor der FC Sarajewo Bosna, der die Rote Laterne auch nach dem 3:5 auf eigenem Platz gegen die Sportfreunde Söderholz behält. Schlimmer noch: bei vier Punkten Abstand zum nächsten Konkurrenten SV Körne 83 und einem absolvierten Spiel mehr als Körne wird der Ligaverbleib immer unwahrscheinlicher. Abgesehen vom leicht zurückgefallenen FC Sarajewo ist das Rennen in der Kreisliga A2 aber noch völlig offen. Zwischen SV Kocatepe Camii auf Platz acht und Körne auf der vierzehnten Position liegen nur drei Punkte Differenz, insofern ist die komplette zweite Hälfte des Klassements noch in den Abstiegskampf involviert.

Kreisliga A3:

Der SC Husen Kurl scheint nicht zu stoppen. Die Pflichtaufgabe bei TuRA Asseln löste der Spitzenreiter mit einem 2:1-Sieg. Bei fünf Punkten Vorsprung und einem Spiel weniger wird ein Aufstieg in die Bezirksliga immer wahrscheinlicher. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass die Verfolger an diesem Wochenende keine Federn ließen. Der VfB Lünen gewann 5:1 beim bereits abgestiegenen ATC Brambauer und der VfL Kemminghausen behielt knapp die Oberhand gegen SG Alemannia Scharnhorst (3:2). Lünen und Kemminghausen rangieren somit punktgleich auf den Plätzen zwei und drei.

In Lünen stieg ein Derby, das der FC Lünen 74 gegen den SV Preußen 07 II mit 2:0 für sich entschied. Beide Teams laufen weiterhin Gefahr, abzusteigen. Vor allem Preußen steht hier noch im Blickpunkt, da es bereits zwei Begegnungen mehr hinter sich gebracht hat als der FC Lünen und der TuS Eving Lindenhorst II. Dementsprechend ging Preußens Trainer Marcus Klönne mit seinen Mannen hart ins Gericht: „Das Spiel war einfach schlecht. Wir hatten eigentlich keine einzige klare Torchance. Einige wissen nicht, worum es geht. Die Einstellung hat nicht gestimmt.“ Daher sieht der Coach schwarz für die restlichen Spiele: „Wenn man so spielt, steigt man ab. Und ob ich mir das eine Klasse tiefer antun möchte, ist auch noch nicht klar“, wettert Klönne. Angesichts dieser Ausgangslage dürfte es den Preußen gefallen haben, dass Evings Zweite mit 2:3 bei der SG Gahmen scheiterte. Eving verharrt mit diesem Resultat auf dem vorletzten Rang, während Gahmen im gesicherten Mittelfeld steht.

Lesen Sie auf Seite 2: Das Wochenende in den Kreisligen B.

Autor: Christian Müller

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