Asamoah muss mit Rausschmiss rechnen

18. September 2006, 13:25 Uhr

Fußball-Bundesligist Schalke 04 stehen unruhige Tage ins Haus.

Fußball-Bundesligist Schalke 04 stehen unruhige Tage ins Haus. Neben dem sportlichen Rückschlag durch die 0:2 (0: 1)-Pleite beim neuen Bundesliga-Tabellenführer Hertha BSC Berlin wird der `Fall Gerald Asamoah´ immer mehr zur Belastungsprobe für Trainer Mirko Slomka. Dem in Berlin suspendierten Nationalspieler droht bei den Königsblauen wegen seiner offenbar wiederholten Drohungen gegen den Coach möglicherweise sogar der Rausschmiss. `Es ist nicht das erste Mal bei Asamoah. Er hat das schon vor der Saison in einem Gespräch mit Mirko Slomka in ähnlicher Weise angedeutet´, bestätigte Schalkes Manager Andreas Müller.

Slomka selbst machte aus seiner Enttäuschung keinen Hehl: `Ich habe Asamoah schon als Jugendspieler gefördert. Dass er jetzt eine solche Aktion durchzieht, ist ein Vertrauensbruch.´ Diese Bewertung der Vorgänge durch den Trainer könnte bereits auf eine Trennung von dem gebürtigen Ghanaer wegen mangelnder Basis zur weiteren Zusammenarbeit hinweisen, zumal Asamoah keinerlei Reue zeigt und sich eher als Opfer denn als Täter sieht (`Ich fühle mich verletzt´). Am Dienstag will sich Schalkes sportliche Führung mit dem früheren Hannoveraner, der gegenüber Mitspielern Probleme für Slomka in der Öffentlichkeit für den Fall weiterer Nichtberücksichtigungen in der Anfangsformation angekündigt hatte, zusammensetzen. Obwohl laut Müller Kapitän Marcello Bordon den Trainer über Asamoahs Äußerungen informiert hatte, erhielt der Stürmer aus Spielerkreisen auch Rückendeckung.

`Es wäre jetzt falsch, Asamoah irgendwo hinzuhängen und zu sagen, er war es´, sagte Torwart Frank Rost und fügte an: `Für mich bleibt er ein Top-Kollege.´ Mittelfeldspieler Fabian Ernst verwies immerhin auf Asamohas für die Mannschaft: `Gerald ist ein wichtiger Mann.´

Autor:

Kommentieren