BVB: 90 Minuten durchgestanden, Modenschau mit Frau geschmissen

rk
18. September 2006, 09:04 Uhr

Er war einer der letzten, der die Umkleidekabine verließ. Und obwohl er der - vermeintliche - Matchwinner war, brachte Christian Wörns kaum ein Lächeln auf seine Lippen:

Er war einer der letzten, der die Umkleidekabine verließ. Und obwohl er der - vermeintliche - Matchwinner war, brachte Christian Wörns kaum ein Lächeln auf seine Lippen: "Ehrlich gesagt, fühle ich mich nicht besonders." Der Infekt, der ihn schon seit über einer Woche plagt, hatte nach 90 anstrengenden Minuten deutliche Spuren bei den Routinier hinterlassen. Vor allem, weil ihm vorher auch der entsprechende Schlaf fehlte. "In der Nacht bin ich aufgrund meines Hustens mehrfach aufgewacht, der Doc hat mich dann entsprechend verarztet. Trotzdem ließ er seinem Coach bei der Mannschaftsaufstellung keine Wahl. "Der Trainer hat mich gefragt, ob ich spielen kann, ich habe ja gesagt." Dafür holte er sich bei Ebi Smolarek ein Extralob ab: "Er hat in der gesamten Woche nur einmal trainiert und sich zur Verfügung gestellt, es ist schön, dass wir so einen großen Spieler in unseren Reihen haben."
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Der wiederum gab dann doch zu: "Es ist immer schön, mit einem Sieg nach Hause zu gehen, das schafft positive Gefühle für die nächsten Aufgaben." Die erste davon wartet in Mönchengladbach und an den neuen Borussen-Park hat der BVB-Kapitän keine sonderlich gute Erinnerung: "Da haben wir in der letzten Saison unsere UEFA-Cup-Chance verspielt, übrigens auch unmittelbar nach einem Sieg gegen den HSV. Diesmal müssen wir das besser machen."

Leidtragende der eindrucksvollen Spielführervorstellung war am Samstag-Abend allerdings seine Ehefrau: "Eigentlich wollte ich mit ihr noch zu einer Modenschau gehen, aber ich glaube, das überlege ich mir lieber und ziehe die Coach vor."

Autor: rk

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