BVB II-Coach Theo Schneider hatte einen Plan – und 91 Minuten ging er perfekt auf. Doch dann kam Dieter Jarosch und traf die Dortmunder ins Herz.

BVB II - Heidenheim 1:1

Jarosch trifft Dortmund ins Herz

Matthias Dersch
21. April 2010, 21:09 Uhr

BVB II-Coach Theo Schneider hatte einen Plan – und 91 Minuten ging er perfekt auf. Doch dann kam Dieter Jarosch und traf die Dortmunder ins Herz.

Denn er sorgte mit seinem späten Ausgleich für ein völlig unverdientes 1:1 (1:0)-Remis zwischen der Zweitvertretung von Borussia Dortmund und dem 1.FC Heidenheim.

Vor 904 Zuschauern im Stadion Rote Erde hatte der überraschend aufgebotene Mehmet Boztepe sein Team in Front gebracht (30.) und lange vom Sieg träumen lassen. Doch Jarosch traf die Borussia genau ins Herz und besiegelte mit seinem Treffer wohl den Abstieg der BVB-„Bubis“.

Im Vergleich zur 1:0-Niederlage in Erfurt hatte Schneider sein Team auf zwei Positionen umgestellt: Kai-Bastian Evers und der gesperrte Daniel Ginczek wurden durch Christopher Kullmann und Mehmet Boztepe ersetzt. Beide „Neuen“ waren es auch, die gemeinsam mit dem emsigen Yasin Öztekin für Alarm im Strafraum des Tabellensechsten sorgten. Doch weder Kullmann (22.) noch Öztekin (26.) bekamen den Ball ins Gehäuse von Gäste-Keeper Denis Baum. Boztepe jedoch machte es wenig später in seinem elften Saisoneinsatz besser – und vollendete eine schöne Kombination über Kullmann und Öztekin zum wichtigen Führungstor.

In der zweiten Hälfte blieben die BVB-„Bubis“ die stärkere Mannschaft und kamen durch Kullmann (55.) und den eingewechselten Marco Stiepermann (70., 86., 88.) zu weiteren Großchancen. Weil Baum jedoch glänzend reagierte oder die Dortmunder das Gehäuse verfehlten, durften sich die mit dem Aufstieg liebäugelnden Heidenheimer noch Hoffnungen machen auf einen (glücklichen Punktgewinn) machen. Als niemand mehr daran glaubte, trat das Undenkbare ein: Dortmund gab den Sieg noch aus der Hand und muss sich nun endgültig mit der Regionalliga befassen.

Zumal sie das Remis gleich doppelt teuer bezahlen mussten: Denn Innenverteidiger Jörn Neumeister verletzte sich schwer am linken Fuß und dürfte den Rest der Saison ausfallen. Die letzten Hoffnungen ruhen nun darauf, dass Kapitän Uwe Hünemeier pünktlich zum nächsten Heimspiel am Samstag gegen den VfL Osnabrück wieder zur Verfügung steht. Der 24-Jährige laboriert derzeit an einem Bänderriss im Sprunggelenk, soll aber bis zum Wochenende wieder fit sein. Auch Ginczek wird dann wieder zum Kader gehören. Nutzen dürfte es dem auf den vorletzten Tabellenplatz zurückgefallenen BVB allerdings zumindest tabellarisch nichts mehr.

Autor: Matthias Dersch

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