Bundesliga-Schlusslicht Hannover 96 ist mit 
Interimscoach Michael Schjönberg in die zweite Hauptrunde des 
DFB-Pokals eingezogen.

DFB-Pokal: "96" gewinnt noch ohne Neu-Coach Hecking

09. September 2006, 16:59 Uhr

Bundesliga-Schlusslicht Hannover 96 ist mit
Interimscoach Michael Schjönberg in die zweite Hauptrunde des
DFB-Pokals eingezogen.

Die Niedersachsen gewannen beim
Regionalliga-Spitzenreiter Dynamo Dresden 3:2 (2:0) und feierten
noch vor dem Amtsantritt von Dieter Hecking als Cheftrainer am
Montag ihren ersten Pflichtspielsieg in dieser Saison. Arnold
Bruggink (36.) und Thomas Brdaric (43.) erzielten vor 14.671
Zuschauern im Rudolf-Harbig-Stadion die Tore für die 96er in der
ersten Halbzeit zur 2:0-Führung.
Hoffnung keimte bei den Gastgebern auf, als der zur Halbzeit
eingewechselte Marco Vorbeck in der 49. Minute auf 1:2 verkürzte,
aber schon in der 54. Minute stellte Szablocs Huszti mit einem
direkt verwandelten Eckball den alten Abstand wieder her. Erneut
Vorbeck (68.), der aus Nahdistanz den Ball über die Linie drückte,
sorgte wieder für Spannung.
Dresdens Interimscoach Tom Stohn, zuvor Assistent des am
Montag zu Rapid Wien abgewanderten Österreichers Peter Pacult,
hatte die Gastgeber defensiv eingestellt. Dennoch hatte seine
Mannschaft die erste Gelegenheit, bei einem Konter verzog Ivo Ulich
(9.) vor den Augen des künftigen Dynamo-Trainers Norbert Meier aus
halblinker Position nur knapp.
In der zweiten Halbzeit waren die Dresdner ein wenig aktiver.
Unmittelbar nach dem 1:3 vergaben Vorbeck und Alexander Ludwig die
Gelegenheit zum erneuten Anschluss. Allerdings war in jeder Phase
der Partie der Klassen-Unterschied sichtbar.
Schjönberg, der 1992 zum einzigen Pokalsieger-Team von
Hannover 96 gehörte, hatte den bei Vorgänger Peter Neururer in
Ungnade gefallenen Brdaric aufgeboten und damit richtig
entschieden. In der Innenverteidigung stellte er Vinicius für Frank
Fahrenhorst auf. Beim siebenmaligen DDR-Pokalsieger aus Sachsen
ragten die Stürmer Ludwig und Vorbeck heraus. Die Hannoveraner
hatten in Bruggink, Huszti und Vinicius ihre auffälligsten Akteure.

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