In Köln sorgten vielleicht ein Dutzend Bochumer Idioten dafür, dass auf den VfL neben dem sportlichen Desaster auch noch drastische Strafen zukommen.

VfL: Bengalo-Ärger

Drastische Strafen drohen

19. April 2010, 10:17 Uhr

In Köln sorgten vielleicht ein Dutzend Bochumer Idioten dafür, dass auf den VfL neben dem sportlichen Desaster auch noch drastische Strafen zukommen.

Kaum hatte der Schiedsrichter Peter Sippel die zweite Halbzeit angepfiffen, da zündeten diese „Kriminellen“ Bengalos im engbesetzten VfL-Fanblock und sorgten dafür, dass ihre Kollegen dadurch gefährdet wurden und der Unparteiische sich angehalten sah, diesen Vorfall zu vermerken. Denkt man an die drastischen Strafen, die es für ähnliche Vorfälle zuletzt gegen Nürnberger, Berliner und Kölner Fans gab, dann weiß man, was auf den VfL zukommen kann.

Finanzvorstand Ansgar Schwenken zeigte sich nach dem Spiel über so viel Dummheit erbost: „Das ist fast so ärgerlich, wie das Spiel. Mir ist es unverständlich, wie solche Leute so etwas machen können.“ Insbesondere weil der Sportvorstand anfügt: „Nach den drastischen Strafen der letzten Zeit ist es mir umso unverständlicher, wie sich irgendwelche Idioten zu solchen Taten hinreißen lassen können.“

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Das Maß ist voll und deshalb wird der VfL mit allen juristischen Möglichkeiten gegen die Täter vorgehen. Schwenken: „Es ist in Einzelfällen schon geschehen. Wir werden das forcieren, den Verursachern drohen härteste Konsequenzen.“ Und, dass dies nicht nur Worte sind, wird einer der Verursacher in Köln schon zu spüren bekommen. Noch während des Spiels konnte die Kölner Polizei einen der Übeltäter dingfest machen und ihn anhand von Videomaterial überführen. Und das kann teuer werden. Schwenken: „Uns droht wieder einmal eine fünfstellige Strafe. Geld, dass wir sicherlich lieber sinnvoll in die Fanarbeit investiert hätten.“

Der VfL ist in Sachen Zuschauerausschreitungen ohnehin schon ein gebranntes Kind. Vor Jahren wurde in Bielefeld ein Ordner so schwer verletzt, dass er bis heute noch gesundheitlich schwer gehandicapt ist. Damals verhängte der DFB eine Sperre der Ostkurve im Heimspiel gegen Hansa Rostock. Schwenken: „Vielleicht kommen wir diesmal um so eine Aktion noch herum, aber der später Tropfen höhlt den Stein. Für unsere Anhänger ist es nicht mehr fünf Minuten vor Zwölf, sondern nur noch dreißig Sekunden vor Zwölf.“ Als sicher gilt, dass der VfL am Montag vom DFB zu einer Stellungnahme der Vorfälle in Köln aufgefordert wird. Schwenken: „Diese Idioten sollten sich mal bei mir melden und mir sagen, was für eine Begründung ich für solch einen Irrsinn abgeben sollte.“

Mittlerweile wurde bekannt, dass der Täterkreis eine Gruppe, die den Bochumer Ultras sehr nahe steht, ist und da denkt man dann zwangsläufig an ein Transparent, das just diese Ultras am Samstag am Trainingsgelände aufhängten: „Ihr seid es nicht wert, unsere Farben zu tragen!“ Die, die für die Vorfälle in Köln verantwortlich sind, sollten sich diesen Spruch selbst einmal durch den Kopf gehen lassen.

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