Am morgigen Montag wird Frank Rost im Festsaal des Stadtweinhauses in Münster für sein soziales Engagement ausgezeichnet – als Botschafter für Alphabetisierung.

SCHALKE - Rost vor Auszeichnung

hb
03. September 2006, 12:09 Uhr

Am morgigen Montag wird Frank Rost im Festsaal des Stadtweinhauses in Münster für sein soziales Engagement ausgezeichnet – als Botschafter für Alphabetisierung.

Am morgigen Montag wird Frank Rost im Festsaal des Stadtweinhauses in Münster für sein soziales Engagement ausgezeichnet – als Botschafter für Alphabetisierung. Warum sich der Schalker Keeper gerade für Menschen einsetzt, die über geringe Lese- und Schreibkenntnisse verfügen, erklärt er im Gespräch mit RevierSport.

Frank Rost, warum setzen Sie sich für gerade für Menschen ein, die über geringe Lese- und Schreibkenntnisse verfügen?

Als Spieler von Schalke 04 erhältst du eine Menge Anfragen von wohltätigen Organisationen und ähnlichen Institutionen. Mir geht es nicht aber darum, lediglich Geld zu geben, sondern aktiv irgendwo mitzumachen. Ich finde es erschreckend, dass in so einem hochindustrialisierten Land wie unserem 4,5 Millionen Analphabeten leben. Das ist nur die offizielle Zahl, die Dunkelziffer ist wahrscheinlich noch höher. Das kann normalerweise nicht angehen.

Wie kam der Kontakt zum Bundesverband Alphabetisierung zustande?

Vor knapp einem Jahr hat uns eine Gruppe von sechs Leuten besucht, mit der ich im Restaurant ess null vier Abend essen war. Für diese Menschen, die vorher als Analphabeten galten, war es eine Art Auszeichnung, dass sie diesen mutigen Schritt gegangen sind. Im Leben kann jeder einmal Fehler machen, aber wichtig ist, dass man ihn erkennt und daran arbeitet, ihn zu beheben. Vor denjenigen, die sich geoutet und gesagt haben, ich kann das nicht so richtig, ziehe ich den Hut.

Wie wichtig ist Ihnen die Ehrung als prominenter Schirmherr des Projekts F.A.N. - Fußball. Alphabetisierung. Netzwerk?

Es geht ja nicht um einen Titel, oder so. Wichtig ist, dass man hinter so einer Sache steht und nicht nur bloße Worte verliert. Dann verschwindet auch bei den Betroffenen so ein bisschen die Angst. Im Fußball gibt es sicher auch Kollegen, die nicht so richtig gut lesen und schreiben können. Wenn man sich dann in der Öffentlichkeit für diesen Zweck einsetzt, dann ermutigt es die Betroffenen vielleicht, etwas gegen ihren Zustand zu tun.

Autor: hb

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