Im Bottroper Süden liegt die „Gartenstadt Welheim“ mit ihren historischen Arbeitersiedlungen. Abseits der vermeintlichen Idylle brüllen in Welheim die Löwen - die RW Welheimer Löwen Bottrop.

Welheimer Löwen

C-Ligist steckt sich ehrgeizige Ziele

Christian Müller
17. April 2010, 11:47 Uhr

Im Bottroper Süden liegt die „Gartenstadt Welheim“ mit ihren historischen Arbeitersiedlungen. Abseits der vermeintlichen Idylle brüllen in Welheim die Löwen - die RW Welheimer Löwen Bottrop.

Die Vereinsgründer um den heutigen ersten Vorsitzenden Burak Akpinar fanden, dass Löwen „Stärke“ ausstrahlen und „etwas Animalisches“ haben. Das "RW" steuerte RW Westfalia Bottrop hinzu. Mitgründer Burak Akpinar, der heute als erster Vorsitzender der RW Welheimer Löwen Bottrop fungiert: „Wir haben 2007 in der Hobby-Liga begonnen und dort zwei Jahre lang alles gewonnen, was es zu gewinnen gab. Beim Wechsel in die Kreisliga kam uns zugute, dass RW Westfalia eine Platzanlage hatte und in der Kreisliga C auf den unteren Tabellenplätzen stand.“ Akpinar erkannte 2009 die Gelegenheit, durch eine Fusion seiner „Löwen“ mit RW Westfalia den nächsten Schritt zu machen. Zugleich bot sich für Westfalia so die Chance, sich gemeinsam mit einem ehrgeizigen Partner aus den Niederungen der Kreisliga C herauszukämpfen. Und so rangieren die RW Welheimer Löwen Bottrop derzeit auf Platz zwei der Kreisliga C.

Vereinsboss Akpinar sieht große Entwicklungsmöglichkeiten im Stadtteil Welheim und in seinem Klub. „Viele Spieler wohnen hier in Welheim und wir sind froh, dass wir so die Identifikation mit dem Bezirk stärken können.“ Die Kreisliga C soll auf dem Weg der Löwen selbstverständlich noch nicht das Ende der Fahnenstange sein. „Mittelfristig möchten wir es in die Bezirksliga schaffen. Wir müssen nicht unbedingt in jeder Saison aufsteigen, aber wir möchten uns stetig nach vorne entwickeln und das Potenzial hier in Welheim ausschöpfen“, hat der Vorsitzende große Pläne. Auch die Anzahl der Spieler und Mannschaften innerhalb des Vereins soll noch ausgebaut werden. Beispielsweise hat Akpinar vor, in der kommenden Saison auch eine Damenmannschaft an den Start zu bringen. Durch sportlichen Erfolg soll die Attraktivität der Welheimer Löwen für externe Spieler und Sponsoren weiter steigern. Doch auch wenn er finanzkräftige Partner mit ins Boot nehmen könnte, würde er dies nur ungern in die Unterhaltung des Teams stecken: „Selbst wenn wir die Mittel hätten, Prämien zu zahlen, würden wir es nicht tun. Wir wollen mit Kameradschaft und Identifikation überzeugen.“

Geht es nach dem Klubchef, soll es noch in dieser Spielzeit mit dem Aufstieg in die Kreisliga B klappen. „Viktoria 21 Bottrop II werden wir wahrscheinlich nicht mehr von der Tabellenspitze verdrängen können. Aber wir hoffen, dass Relegationsspiele ausgetragen werden und wir uns dort dann durchsetzten können. Das würde ganz Welheim noch einmal einen Schub geben.“ Sollte dies gelingen, wäre der Grundstein für eine erfolgreiche Weiterentwicklung der Welheimer Löwen gelegt.

Autor: Christian Müller

Mehr zum Thema

Rubriken

Kommentieren