Bartosz Karwan, ehemaliger polnischer Nationalspieler und Profi der Berliner Hertha, absolvierte seine ersten Spiele in der Kreisliga A und sorgt für einen Boom.

Polen: Bartosz Karwan

Nationalspieler kickt in der Kreisliga A

Krystian Wozniak
13. April 2010, 16:16 Uhr

Bartosz Karwan, ehemaliger polnischer Nationalspieler und Profi der Berliner Hertha, absolvierte seine ersten Spiele in der Kreisliga A und sorgt für einen Boom.

„Ob ich tief gesunken bin? Das würde ich nicht sagen, denn ich spiele in meiner Heimatstadt Tychy (dt. Tichau) beim Klub OKS ZET für keinen Cent und nur wegen der Lust am Fußball“, sagt der 34-jährige Karwan im Gespräch mit der Sportzeitung „Przeglad Sportowy“.

Vor allem Zbigniew Pustelnik – Coach des A-Ligisten - hat große Freude daran, dass der 22-malige Auswahlspieler Polens für A-Ligist OKS ZET Tychcy seine Schuhe schnürt. „Als die Leute erfahren haben, dass Bartek (Kurzform von Bartosz, Anm. d. Red.) für uns spielen wird, da haben wir innerhalb von einem Tag über 700 Besucher auf unserer Homepage begrüßen dürfen. In der Stadt heißt es schon überall: „Lasst uns Karwan gucken gehen.“ Etliche Leute rufen mich an und fragen, ob Bartek in der nächsten Partie spielen wird, weil sie ihn unbedingt im Einsatz sehen wollen. Wir haben im Marketing-Bereich wegen seiner Person einen unglaublichen Boom“, reibt sich der Coach die Hände.

Doch im Sommer könnte der „Boom um den Tichauer Kreisligisten“ ein Ende haben. Denn der 146-malige Spieler vom polnischen Traditionsklub Legia Warszawa hat die höchste polnische Spielklasse „Ekstraklasa“ noch nicht aus den Augen verloren. „Ich glaube nicht, dass das bereits das Ende meiner Profi-Karriere ist. Im Moment spiele ich in Tychy, um mich fit zu halten. Schauen wir doch mal, wie die Situation im Juni auf dem Transfermarkt aussehen wird. Vielleicht komme ich noch in die Ekstraklsa zurück“, träumt der Ex-Herthaner von der großen Rückkehr aus der tiefsten polnischen Spielklasse in die Fußball-Eliteliga des Landes.

Autor: Krystian Wozniak

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