Während in vielen Familien noch Familienbesuche anstanden, kämpften in der die TuS Ennepetal und der FC 96 Recklinghausen gegen den angesetzte Osterspeck.

Ennepetal - FC 96 1:3

"Da muss ich mir doch an den Kopf packen"

Lisa Nohl
06. April 2010, 11:37 Uhr

Während in vielen Familien noch Familienbesuche anstanden, kämpften in der die TuS Ennepetal und der FC 96 Recklinghausen gegen den angesetzte Osterspeck.

Dass die Partie die Bezeichnung „Topspiel“ verdiente, machten beide Teams schon mit dem Anpfiff deutlich, von Beginn an wurde auf beiden Seiten gekämpft. In den ersten Minuten konnten sich die Gastgeber aus Ennepetal allerdings zunächst ein spielerisches Übergewicht erarbeiten, das in der 12. Minute auch zur 1:0-Führung reichte. Nach einem Freistoß ließ Holger Pischetsrieder einen Freistoß unglücklich abprallen und Christoph Pajdzik konnte abstauben.
[infobox-left]Ennepetal: Schulz - Weiß, Sobotzki, Niggeloh (75. Rexhepi), Schierbaum - Fastenrath, Pajdzik (65. Dorszewski), Hajra - Hagemann (65. Dautovic), Hesterberg, Ahakham.
FC 96 RE: Pischetsrieder (46. Eggemann) - Wille , Flossbach, Sadlowski - Piechottka, Simon (57. Oepping) Bertram, Pavlovic - Eisen, Timürlenk, Luvuezo.
SR: Benjamin Schäfer (Herten)
Tore: 1:0 Pajdzik (12.), 1:1 Eisen (25.), 2:1 (Pavlovic (46.), 3:1 Pavlovic (50.)
Zuschauer: 200.[/infobox]
In der Folge konnte sich Ennepetal weitere Chancen herausspielen, die aber ohne Erfolg blieben. Eine kurze Unachtsamkeit der sonst souveränen Abwehr der Ennepetaler nutzte Recklinghausen zum 1:1-Ausgleichstreffer durch Mirko Eisen in der 25. Minute. Davon ließ sich die TuS aber zunächst nicht verunsichern und beide Mannschaften kamen zu weiteren Möglichkeiten. Kurz vor der Pause dann noch eine richtig dicke Chance für die Gastgeber, die aber großartig von Keeper Pischetsrieder pariert wurde. So blieb es bei einem gerechten Unentschieden zur Pause.

Nach Wiederanpiff war Ennepetal noch gar nicht richtig auf dem Platz, da stand es schon 1:2 – nach einem direkt verwandelten Freistoß von Marijo Pavlovic, der dem Torwart keine Chance ließ. Und darüber war Trainer Helge Martin nach dem Spiel alles andere als begeistert: „Der spielt in die Nicht-Torwart-Ecke, wie steht denn da die Mauer? Das lernt man in der Jugend, da muss ich mir doch an den Kopf packen!“.

Und nur vier Minuten später dann der K.o. für Ennepetal, als Pavlovic auch noch das 1:3 nachlegen konnte. Nun wurde Ennepetal immerhin wieder wach und war oft nur noch durch Fouls zu stoppen, die auf Seiten der Recklinghausener zu insgesamt vier Gelben Karten führten. Ennepetal zündete zwar endlich den Turbo und setzte viele Möglichkeiten nur knapp am Tor vorbei, am Ende reichten Recklinghausen aber die fünf verpennten Minuten der Gastgeber zu einem verdienten 1:3-Sieg.

Einen Vorwurf gab es von Coach Martin aber dennoch nicht: „Wir haben wirklich alles versucht, das Bemühen war da. Aber wir waren nicht zwingend genug, um eine Mannschaft wie Recklinghausen zu schlagen“. Peter Anders vom FC Recklinghausen betonte noch mal die eigentliche Stärke der Ennepetaler: „Trotz des Ergebnisses war es ein Spiel auf Augenhöhe und in der zweiten Hälfte hatten wir glücklicherweise den besseren Start und haben den Gegner dann auch kontrolliert.“

Autor: Lisa Nohl

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