Kontakte sind auch in der Tennis-Bundesliga neben dem nötigen Kleingeld ein wichtiger Türöffner. Von dieser ungeschriebenen Regel profitierte jüngst der Düsseldorfer Rochusclub-Teamchef Detlev Irmler. Der hat sich mit dem in Hamburg lebenden gebürtigen Moskauer Mischa Zverev ein 19-jähriges Talent für die Saison 2007 geangelt. Der bisher für den Süd-Zweitligisten Sportpark Windhagen bei Neuwied gemeldete Jungprofi wird von Boris Becker & Company gemanagt. Deren Mitarbeiter Eric Jelen ist bekanntlich ein guter Freund von Rochusclub-Bundesliga-Sprecher Burchard von Arnim.

Rochusclub Düsseldorf holt Zverev

Papa unterzeichnet den Vertrag

RS
03. Februar 2007, 14:59 Uhr

Kontakte sind auch in der Tennis-Bundesliga neben dem nötigen Kleingeld ein wichtiger Türöffner. Von dieser ungeschriebenen Regel profitierte jüngst der Düsseldorfer Rochusclub-Teamchef Detlev Irmler. Der hat sich mit dem in Hamburg lebenden gebürtigen Moskauer Mischa Zverev ein 19-jähriges Talent für die Saison 2007 geangelt. Der bisher für den Süd-Zweitligisten Sportpark Windhagen bei Neuwied gemeldete Jungprofi wird von Boris Becker & Company gemanagt. Deren Mitarbeiter Eric Jelen ist bekanntlich ein guter Freund von Rochusclub-Bundesliga-Sprecher Burchard von Arnim.

Der Vertrag für die neue Saison wurde letztlich allerdings mit Papa und Privattrainer Alexander Zverev (46) geschlossen, einem ehemaligen Davis Cup-Spieler der UdSSR. Nach dem Drei-Satz-Finalsieg des Youngsters beim von Detlev Irmler in Mettmann organisierten ITF-Future-Turniers (15.000 US-Dollar Preisgeld) gegen den 21-jährigen Philipp Petzschner (Blau-Weiß Neuss) Ende Januar kletterte Zverev stetig nach oben: von Platz 595 bis auf Position 151 der ATP-Weltrangliste.

Größter Erfolg des Linkshänders war der Viertelfinaleinzug beim ATP-Turnier in Bangkok im September. Nach Siegen über den ehemaligen spanischen Weltranglisten-Ersten Juan Carlos Ferrero sowie über Rainer Schüttler verlor Zverev gegen den Russen Marat Safin nur knapp mit 6:7, 7:5, 5:7.

Der deutsche Davis Cup-Teamchef Patrik Kühnen hat die derzeitige Nummer elf der nationalen DTB-Rangliste schon länger im Visier. "Mischa hat auf dem Platz ein gutes Auge und zeigt ein attraktives, risikoreiches Serve-and-volley-Spiel", lobt Kühnen. Der 1,90 Meter große, 80 Kilogramm schwere Düsseldorfer Neuzugang bestritt neben der Zweitliga-Saison in Windhagen allerdings nur drei weitere Turniere auf Asche und gibt als Lieblingsterrain den Hartplatz unter dem Hallendach an. In der Bundesliga-Besetzung ist daher Zverev erst einmal nur für die Doppel geplant.

Das gilt eben so für Tomas Behrend, den Detlev Irmler als Teamchef behalten wird. Der Deutsch-Brasilianer Behrend stand nach seiner zweiten Saison im Rochusclub auf der Kippe, weil die Erfolge im Einzel ausblieben. Nach einer 12:3 Siegbilanz in der Saison 2005 in Einzel und Doppel gewann der 31-jährige Behrend in diesem Sommer nur eines von sieben Einzel-Matches. Die sechs Niederlagen kamen allesamt im neu eingeführten Super-Tiebreak zustande.

Trotz der sportlichen Tiefschläge erwies er sich innerhalb des Teams offenbar als wertvoller, mehrsprachiger Kapitän. 4:2 Doppel-Siege waren zudem ein Argument für Irmler, seinem Sorgenkind die Treue zu halten. Wer die Einzelpositionen in der am 6. Juli startenden Saison bekleiden wird, ist noch offen. Bis zum 10. April 2007 muss das 14-köpfige Aufgebot benannt worden sein.

Autor: RS

Kommentieren