Für den VfB Speldorf läuft es richtig rund. Im heimischen Stadion gelang der Elf von Coach Peter Kunkel ein 6:1-Kantersieg über die Sportfreunde Siegen.

Speldorf - SF Siegen 6:1

"Traumfußball" beim Kantersieg

29. März 2010, 11:47 Uhr

Für den VfB Speldorf läuft es richtig rund. Im heimischen Stadion gelang der Elf von Coach Peter Kunkel ein 6:1-Kantersieg über die Sportfreunde Siegen.

Speldorf marschiert weiter nach vorne. Während sich der VfB mit dem 6:1 (4:1)-Kantersieg über die Sportfreunde endgültig ins Mittelfeld abgesetzt hat, hat für die Sportfreunde spätestens jetzt der Existenzkampf begonnen.

Die Hausherren spielten gegen den Abstiegskandidaten von Beginn an offensiv. Und das zahlte sich aus. Senad Beric (11.) und Thomas Pütters (14.) schockten die Gäste mit einem Doppelschlag, Oktay Güney besorgte das 3:0 (24.). „Zu dieser Zeit haben wir echten Traumfußball gespielt“, schnalzte Erfolgs-Coach Peter Kunkel, der seinen vierten Sieg in Folge feiern durfte, mit der Zunge. Zwar kamen die Sportfreunde durch Hüsni Tahiri noch zum 1:3, aber Pütters stellte den Drei-Tore-Abstand wieder her (45.). Bitter für Siegen: Alle Gegentore waren dicke Patzer des Keepers Pero Miletic. Der 26-Jährige musste zur Halbzeit auch in der Kabine bleiben. Für ihn kam Youngster Miximilian Pauli.
[infobox-left]Speldorf: Gunkel - Synowiec, Stankiewicz, Flöth, Hupperts - Beric (74. Elidrissi), Hinz, Cakiroglou, Scheelen - Pütters, Güney (75. Tokmak).
Siegen: Miletic (46. Pauly) - Ibrahim, Aslan, Tahiri - Cartus, Dalmann (50. Schönwälder), Özkaya, Bogusz, Jakobs (16. Dallmann) - Uzun, Saidi.
SR: Sven Heinrichs (Mönchengladbach).
Tore: 1:0 Beric (11.), 2:0 Pütters (14.), 3:0 Güney (24.), 3:1 Tahiri (38.), 4:1 Pütters (45.), 5:1 Hupperts (79.), 6:1 Tokmak (88.). Zuschauer: 450
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Nach dem Seitenwechsel verlegten sich die Mülheimer aufs Kontern. Dennis Hupperts (79.) und der frischeingewechselte Tansu Tokmak (88.) machten den höchsten Heimsieg seit Jahren und die Blamage für Siegen perfekt. „Die Jungs haben meine Vorgaben fantastisch umgesetzt“, resümierte Kunkel. „Ich bin richtig stolz auf das Team.“ Siegens Interimscoach Lutz Lindemann war fassungslos: „Jeder Verantwortliche muss sich dafür schämen.“

In Siegen brennt aber nicht nur sportlich der Baum. Nach der Spielerrevolte gegen den erfolglosen Coach Rob Delahaije wird es am Mittwoch noch einmal mächtig knallen. Die Ex-Trainer Jörg Jung und sein Assistent Richard Jankowski haben rechtliche Schritte gegen den Klub eingeleitet. Vor dem Arbeitsgericht Siegen wird es zum ersten Gütetermin kommen, denn in Sachen Vertragsauflösung hat das Duo bislang noch keine Einigkeit mit den Sportfreunden erzielen können.

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