Die Eindrücke des 0:3 gegen Worms wirken noch immer nach. Elversberg bedeutet also erstmal Wiedergutmachung. Doch Uwe Erkenbrecher hat noch ganz anderes im Sinn.

SV Elversberg - RWE

Erkenbrecher wünscht sich was

Aaron Knopp
26. März 2010, 00:27 Uhr

Die Eindrücke des 0:3 gegen Worms wirken noch immer nach. Elversberg bedeutet also erstmal Wiedergutmachung. Doch Uwe Erkenbrecher hat noch ganz anderes im Sinn.

Uwe Erkenbrecher möchte das noch mal festgehalten wissen: „Vier Spiele in zehn Tagen, das ist absolut unüblich.“ Damit soll es dann aber auch genug sein. Die 0:3-Schlappe gegen Wormatia Worms allein auf die hohe Belastung zu schieben, ist zu einfach. Es war ein Rückfall in vergangen gehoffte und zuletzt auch geglaubte Zeiten. Erkenbrecher formuliert das so: „Eine große Enttäuschung und ein herber Einbruch, der sehr weh tut. Zum Glück haben wir aber auch gar nicht lange Zeit, um groß Frust zu schieben.“

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Nur knapp 13 Stunden nach der Klatsche gegen das Ligaschlusslicht marschierte die Mannschaft schon wieder mit rund 2.500 RWE-Anhängern bei der Demonstration für den Stadionneubau durch die Essener Innenstadt. „Als ich das gesehen habe, war das gleich wieder ein Gefühl von Trotzreaktion.“

Trainerkompagnon Ralf Aussem müht sich gleichzeitig, einem Knacks in der Eigenmotivation vorzubeugen: „Wir haben nach dem Spiel bestimmt nicht eingepackt und gesagt: Wir müssen jetzt noch irgendwie die Zeit bis zum Juni herumkriegen.“ Dass ausgerechnet jetzt die Spitzenteams Federn lassen, mag da wie Salz in die frische Wunde wirken. Doch der Ex-Werder-Profi sieht das sogar positiv: „Wenn die verlieren, wird der Abstand wenigstens nicht noch größer und wir stehen nicht als einziger Favorit da, der enttäuscht.“

Um selbst Tabellenkosmetik zu betreiben, wäre es ratsam, am Freitag aus Elversberg Punkte mitzunehmen. Glaubt man Erkenbrecher, sollte das auch möglich sein: „Von dem Glanz, den der Verein vor der Saison verbreiten wollte, ist er jedenfalls weit entfernt. Aber die werden sich mit Händen und Füßen wehren. Mit Hacke, Spitze, eins, zwei, drei holen wir da nichts.“ Mehr noch brennt dem 55-Jährigen aber etwas anderes unter den Nägeln: „Ich würde mir wünschen, dass wir in der Saison noch ein Mal zu Hause mit mindestens zwei Toren Unterschied gewinnen und die Fans mal wieder richtig begeistern. Dafür verzichte ich auch auf Oster-, Geburtstags-, und Weihnachtsgeschenke.“
Das nächste Heimspiel bestreitet
RWE gegen Trier. Am 1.
April, Gründonnerstag. Ein vorzeitiges
Ostergeschenk würde
Erkenbrecher dort sicher nicht
ausschlagen.

Autor: Aaron Knopp

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