Bert van Marwijk ist zufrieden, zumindest mit der Vorbereitung:

BVB: "Hatten eine bessere Vorbereitung als die Bayern"

rk
11. August 2006, 10:09 Uhr

Bert van Marwijk ist zufrieden, zumindest mit der Vorbereitung: "Wir haben eine gute absolviert."

Bert van Marwijk ist zufrieden, zumindest mit der Vorbereitung: "Wir haben eine gute absolviert." Im Gegensatz zu den Bayern: "Bei ihnen war das nicht der Fall." Doch dieser Tatsache misst der Niederländer im Grunde keinerlei Bedeutung bei: "Das besagt gar nichts, denn am Freitag wird alles anders." Das hoffen auch die Verantwortlichen beim deutschen Rekordmeister, denn die wirken nach dem deprimierenden 0:3 gegen den Ortsrivalen und Zweitligisten 1860 doch reichlich deprimiert. Coach Felix Magath: "Wir werden wohl erst Mitte September den wahren FC Bayern erleben." Willy Sagnol, französicher WM-Teilnehmer: "Die Beine sind ganz einfach schwer."

Die Münchner müssen der WM Tribut zollen, die Borussen allerdings auch. "BvM": Unsere drei deutschen Nationalspieler haben nur elf Tage Vorbereitung hinter sich. Das ist viel zu wenig, auch wenn alle drei daraus das Beste gemacht haben." Zwei davon werden auch agieren, denn bei der Besetzung hat sich der Niederländer ohne Überraschung bereits festgelegt: "Christoph Metzelder und Markus Brzenska werden spielen." Logisch, denn Christian Wörns muss aufgrund seiner Sperre noch zweimal zuschauen." Und Sebastian Kehl muss sich keinerlei Gedanken machen, er wird sogar erneut die Kapitänsbinde tragen.

Wegweisender sind da schon die Nachsätze des Ex-Rotterdamers: "Die WM-Teilnehmer haben keinen Bonus, sie müssen sich jetzt wieder beim BVB beweisen." Und: "Markus wird immer besser." Das wird ein harter Dreikampf um die zwei Plätze in der Innenverteidigung. Doch zuerst warten Oliver Kahn & Co., die sollen mit dem neuen 4-4-2-System in die Schranken gewiesen werden, zumal sich Bert van Marwijk freut: "Die Umstellung ist recht schnell gelungen." Doch ist sie alles andere als fest zementiert: "Wenn zum Beispiel David Odonkor eingewechselt wird, dann muss einer der beiden anderen Spitzen auf den Flügel ausweichen."

Dort agiert Steven Pienaar nur in Ausnahmefällen. Der Südafrikaner wird auch morgen, Freitag, ganz besonders im Mittelpunkt stehen, aus dem ihn "BvM" direkt nehmen möchte: "Er passt sich ganz gut an. Man darf ihn jedoch nicht mit Tomas Rosicky vergleichen." Eine Bitte, die sicherlich noch mehrfach zu hören sein wird, bevor sie erhört wird, denn zu lange hat der Tscheche das BVB-Mittelfeld geprägt. Vielleicht kann der frühere Amsterdamer ja dafür sorgen, dass ein 27-jähriger Fluch endlich vertrieben wird, denn der letzten Auswärtssieg am ersten Spieltag konnte 1979 eingefahren werden. Sollte ausgerechnet in der Allianz-Arena ein Premieren-Dreier erreicht werden, dann wäre Bert van Marwijk auch nach dem Schlusspfiff äußerst zufrieden.

Autor: rk

Kommentieren