Fast 500 Anhänger der Dortmunder Borussia hatten sich am Samstag nach Wuppertal aufgemacht, um die schwarz-gelbe Zweitvertretung zu unterstützen.

BVB II: Trotzreaktion

Nottbeck erlöst die Schneider-Elf

21. März 2010, 22:04 Uhr

Fast 500 Anhänger der Dortmunder Borussia hatten sich am Samstag nach Wuppertal aufgemacht, um die schwarz-gelbe Zweitvertretung zu unterstützen.

Und dies trotz der schwachen Vorstellung am vergangenen Mittwoch gegen Jena.„Das war ganz bestimmt unser schlechtestes Saisonspiel“, befand Theo Schneider, der aber umso glücklicher war, „dass wir in Wuppertal genau die richtige Reaktion gezeigt haben.“

Der Mann des Tages war dabei Lukas Nottbeck. Im defensiven Mittelfeld lieferte der Winterzugang eine blitzsaubere Vorstellung ab und brachte den BVB mit seinem Treffer zum 1:0 zudem auf die Siegstraße. Nach einer Flanke von Sebastian Hille war die Leihgabe vom 1. FC Köln zur Stelle und nickte zur 1:0-Führung ein. Nach dem Abpfiff gab sich der 21-Jährige freilich bescheiden: „Natürlich ist es schön, ein Tor zu machen. Wer trifft, ist mir aber egal.“ Kein Wunder also, dass er auf die anhaltendende Kritik an den Angreifern, die wieder einmal ohne eigenen Treffer blieben, fast schon genervt reagierte: „Es ist wirklich scheißegal, wer die Tore macht. Auch unsere Stürmer werden wieder treffen.“

Neben Nottbeck war es in Wuppertal mit Marcel Großkreutz aber ein weiterer Mittelfeldspieler, der kurz vor Schluss alles klarmachte und den Unterschied zu den Gastgebern verdeutlichte. Denn während der WSV gleich mehrere glasklare Chancen ausließ, zeigten sich die Dortmunder vor dem Tor eiskalt. „Natürlich hatten wir etwas Glück“, erkannte auch Nottbeck. „Denn wenn die Wuppertaler den Ausgleich gemacht hätten, hätten sie noch einmal die zweite Luft bekommen. Und wer weiß, wie die Partie dann ausgegangen wäre.“

Ein Garant für den „Dreier“ des BVB war auch Keeper Marcel Höttecke, der die knappe 1:0-Führung der Borussen festhielt und sich mehrfach auszeichnete. So, als er Björn Weikls Distanzschuss in höchster Not über die Latte lenkte (57.), und vor allem, als er einen Kopfball des eingewechselten Tobias Damm aus Nahdistanz mit einem Blitzreflex parierte (83.).

Entsprechend zufrieden war der Schlussmann schließlich: „Wir haben einen tollen Charakter bewiesen. Nach dem Spiel gegen Jena haben wir uns zusammengesetzt und auch mal richtig auf den Tisch gehauen. Das hat sich bezahlt gemacht.“ Keine Frage - nach dem „Dreier“ in Wuppertal hat der BVB nun richtig gute Karten im Kampf um den Klassenerhalt.

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