Was hat es in den vergangenen beiden Jahren nicht für einen Wirbel um die neuen Schalker Stars gegeben. Mathias Abel sind derlei Symptome völlig fremd.

SCHALKE - Abel fühlt sich im Revier schon heimisch

hb
11. August 2006, 09:17 Uhr

Was hat es in den vergangenen beiden Jahren nicht für einen Wirbel um die neuen Schalker Stars gegeben. Mathias Abel sind derlei Symptome völlig fremd.

Was hat es in den vergangenen beiden Jahren nicht für einen Wirbel um die neuen Schalker Stars gegeben. War Ailton im Sommer 2004 die Hauptattraktion, sorgte zwölf Monate später Kevin Kuranyi für Hysterie bei den Fans und neue Rekorde beim Trikotverkauf.

Mathias Abel sind derlei Symptome völlig fremd. Der im Schatten von Halil Altintop und Peter Lövenkrands wohl unspektakulärste Neuzugang taugt mit seiner bescheidenen und zurückhaltenden Art nicht fürs große Spektakel. Bereits vor einem Jahr noch unter Ralf Rangnick für die Saison 2006/07 verpflichtet, hatte der Ex-Mainzer nun eine ganze Saison lang Zeit, sich auf die Schalker Verhältnisse vorzubereiten. "Die Fans sind hier zwar etwas verrückter als in Mainz, aber ich empfinde das als positiv", kann Abel mit der Euphorie rund um die Arena leben.

Mit Frau Melanie, die ab Oktober an der Uni Essen/Duisburg Erziehungswissenschaften auf Diplom studiert, und Hund Kojak hat sich der 25-Jährige inzwischen in Bottrop häuslich eingerichtet. "Ich war ja schon einmal für drei Jahre im Ruhrgebiet. Mit der Mentalität der Leute bin ich ganz gut klar gekommen", erinnert sich Abel an seine Zeit ausgerechnet bei Borussia Dortmund, wo er allerdings lediglich in der zweiten Mannschaft zum Einsatz kam. Geboren in Kaiserslautern und beim dortigen 1. FCK in seiner ersten Senioren-Saison am Ball, ist Schalke die nunmehr sechste Station im Fußballer-Leben des Verteidigers, der Lothar Matthäus zu seinen fußballerischen Vorbildern zählt. Im Gegensatz zu dem Dampfplauderer aus Franken dagegen wirkt Abel auf und außerhalb des Platzes extrem ruhig. Vielleicht zu ruhig, um schon gleich einen Stammplatz im Team von Trainer Mirko Slomka zu fordern? "Im Moment sieht es so aus, als ob auf den beiden Positionen, auf denen ich in Frage kommen würde, Gustavo Varela und Dario Rodriguez einen Vorsprung hätten", überlegt Abel, ob es in der Auftakt-Partie am kommenden Samstag gegen Eintracht Frankfurt schon zum Debüt in der Arena reichen wird. "Ich denke, dass ich eine ganz gute Vorbereitung absolviert und auch in den Spielen einen ordentlichen Eindruck hinterlassen habe. Wer dann spielt, muss letztlich der Trainer entscheiden. Fordern werde ich bestimmt nichts", bleibt der Defensiv-Spezialist seiner Linie treu.

Vor allem im Ligapokal-Viertelfinale gegen Leverkusen hat er allerdings bewiesen, dass er in der Schalker Deckung durchaus gut aufgehoben wäre. Allerdings kehren nun mit Rafinha für die rechte Außenbahn und Manndecker Mladen Krstajic zwei Akteure zurück, die zweifelsohne zu den Stammkräften gehören. "Ich fühle mich körperlich gut und werde daher im Training weiter versuchen, mich für einen Platz in der Mannschaft zu empfehlen", macht Abel gleich klar, dass er nicht auf der Bank versauern möchte.

Autor: hb

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