Oberhausens Keeper Sören Pirson, Stürmer Ronny König und Linksverteidiger Esad Razic standen in den letzten Wochen gar nicht oder kaum auf dem Feld.

RWO: Standpauke

Pirson hat "seine Lektion verstanden"

Christian Brausch
23. März 2010, 08:57 Uhr

Oberhausens Keeper Sören Pirson, Stürmer Ronny König und Linksverteidiger Esad Razic standen in den letzten Wochen gar nicht oder kaum auf dem Feld.

Daher blickten die Zuschauer in den 90 Minuten gegen den KSC auch speziell auf dieses Trio. Während Razic ein durchwachsenes Comeback feierte, stachen Pirson und König hervor.

Der Angreifer durch eine starke zweite Hälfte und den Treffer des Tages, Pirson vor allem durch das wichtige gewonnene Duell gegen Lars Stindl. Nach dem Match gewährte der Ex-Essener einen kleinen Einblick in sein Seelenleben. „Wenn man sechs Wochen auf der Bank war, ist es nicht leicht, sofort in die Partie zu finden. Aber vielleicht war es auch ganz gut für mich, denn der Druck war schon groß. Es gab damals einen Fehler nach dem anderen, daher bin ich froh, dass der Trainer nun wieder auf mich gebaut hat.“ Und Coach Hans-Günter Bruns merkte nachher kurz und knapp an. „Sören hat seine Lektion verstanden, deshalb hat er wieder gespielt.“

Welche Lektion das war, verriert er nicht, dafür schilderte Pirson seine Sicht der Dinge zum wichtigen Dreier gegen den KSC. „Wir haben Karlsruhe nicht so tief erwartet. Vielleicht haben wir uns nach dem Siegen der Konkurrenz noch zusätzlich unter Druck gesetzt. Nach der Pause haben wir die Vorgaben dann gut umgesetzt.“

Und trotz der durchwachsenen ersten Hälfte hatte Pirson während der Begegnung immer ein gutes Gefühl. „Ich wusste einfach, dass es klappt. Vor der Pause war ich noch angespannt, nach dem Tor war mir klar, dass nichts mehr passiert.“ Und der Schlussmann sollte Recht behalten, daher sah man ihn nachher beim Interview auch gelöst wie lange nicht mehr. Pirson: „Ich bin froh, dass alles gutgegangen ist. Zuvor habe ich sechs Wochen sehr gut trainiert und alles dafür getan, wieder ins Team zu kommen. Daher bin ich nun etwas entspannter, aber ab Montag auch voll konzentriert auf Paderborn.“

Wo er dann den Kollegen keine bösen Worte zurufen will, wie gegen den KSC, als Marinko Miletic zu leicht den Ball an der eigenen Außenlinie vertändelte. Der Verteidiger gab ehrlich zu: „So ist mein Spiel, aber ich muss mir auch den Anpfiff gefallen lassen, wenn es nicht klappt. Daher hat Sören mich in der Szene zurecht eine Standpauke gehalten, denn das durfte mir nicht passieren.“

Kurz danach fummelte Miletic erneut am eigenen Fünfmeterraum. „Von Außen sieht das gefährlich aus, aber ich habe es meistens im Gefühl, ob ich das machen kann oder nicht.“ Es ging am Ende gut und Miletic konnte berichten, „dass wir nicht unverdient gewonnen haben, weil der KSC nachher nicht mehr viel gemacht hat. Und zu Beginn hat man gemerkt, dass wir in einer schwierigen Phase stecken, das 1:0 von Ronny war sicher eine Befreiung. Und vor der Pause hat uns Sören mit zwei Paraden im Spiel gehalten.“

Autor: Christian Brausch

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