Den ersten `Nordgipfel´ der neuen Saison hat Werder Bremen für sich entschieden.

LIGAPOKAL: Bremen erster Finalist

01. August 2006, 22:29 Uhr

Den ersten `Nordgipfel´ der neuen Saison hat Werder Bremen für sich entschieden.

Den ersten `Nordgipfel´ der neuen Saison hat Werder Bremen für sich entschieden. Der deutsche Vizemeister besiegte den Bundesliga-Rivalen Hamburger SV mit 2:1 (0:0) und zog damit ins Endspiel um den Ligapokal ein. Dort trifft die Mannschaft von Trainer Thomas Schaaf am Samstag im Leipziger Zentralstadion auf Rekordmeister Bayern München oder Schalke 04.

Vor 27.650 Zuschauern im Weserstadion erzielte der Ägypter Mohamed Zidan die Führung für die Hausherren. Der vom FSV Mainz 05 zurückbeorderte Nordafrikaner war in der 50. Minute mit einem für HSV-Torhüter Stefan Wächter unhaltbaren Flachschuss erfolgreich. Gleich bei seinem ersten Einsatz für den HSV konnte sich anschließend der Stunden zuvor verpflichtete Boubacar Sanogo in die Torschützenliste eintragen. Der Ivorer schloss in der 70. Minute einen Alleingang mit einem platzierten Flachschuss zum 1: 1-Ausgleich ab. Acht Minuten vor dem Abpfiff gelang dann aber Nationalspieler Torsten Frings der Siegtreffer für die Bremer. Der WM-Teilnehmer traf mit einem sehenswerten Schlenzer von der Strafraumgrenze halbhoch ins Hamburger Tor. `Ich habe gesehen, dass die Ecke frei war und spekuliert, dass der Torwart damit nicht rechnet´, meinte Torschütze Frings und ergänzte: `Wir wollen den ersten Titel der Saison holen und uns für die neue Saison Selbstvertrauen holen.´

Der Erfolg für die Platzherren, die durch diesen Sieg bereits eine Einnahme von 1,2 Millionen Euro sicher haben, war aufgrund einer leichten Feldüberlegenheit sowie einem kleinen Plus an Torgelegenheiten nicht unverdient. Die Grün-Weißen beendeten damit eine Serie von drei Testspielniederlagen hintereinander. Der HSV ärgerte sich nicht nur über die Niederlage, sondern auch über den Feldverweis für Nigel de Jong, der in der 76. Minute wegen wiederholten Foulspiels die Rote Karte sah. Ungeachtet der frühen Saisonphase boten beide Teams bei zum Teil kräftigen Regenfällen eine ansehnliche, zeitweise sogar hochklassige Partie. Insbesondere vor dem Seitenwechsel erarbeiteten sich beide Teams mehrere gute Torchancen, präsentierten sich im Abschluss aber noch zu ungenau. Bei den Platzherren standen die drei WM-Spieler Frings, Tim Borowski und Miroslav Klose von Beginn an auf dem Feld und trugen das ihre zu einem über weite Strecken sehenswerten Spiel bei.

Weniger erfolgreich ware Werder hingegen im Vertragspoker um Per Mertesacker. Nach wie vor sind sich die Bremer mit Hannover 96 über einen vorzeitigen Wechsel des Nationalverteidigers an die Weser nicht einig, obwohl Sportdirektor Klaus Allofs nach mehrstündigen Verhandlungen ein Zusammenrücken der Standpunkte bestätigen konnte: `Wir sind uns näher gekommen, aber die Verhandlungen werden fortgesetzt.´

Torschütze Zidan, der was Einsatzfreude und Laufbereitschaft anging sogar WM-Torschützenkönig Miroslav Klose übertrumpfte, sowie der sehr präsente Außenverteidiger Pierre Wome waren die stärksten Akteure der in Bestbesetzung angetretenen Gastgeber. Beim HSV, der sich durch einen 1:0-Erfolg in der Vorrunde gegen Hertha BSC Berlin für das Halbfinale qualifiziert hatte, verdienten sich im Mittelfeld der Belgier Vincent Kompany und Kapitän Rafael van der Vaart die Bestnoten.

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