Am Samstag ist es schon wieder soweit, zum letzten Mal heißt es in dieser Saison: Derby-Zeit im Ruhrpott. Diesmal empfängt der VfL im Ruhrstadion den BVB.

Legats Liga: Derbytime

"Ich wollte meinen Spieler kaputt machen"

Thorsten Legat
10. März 2010, 15:58 Uhr

Am Samstag ist es schon wieder soweit, zum letzten Mal heißt es in dieser Saison: Derby-Zeit im Ruhrpott. Diesmal empfängt der VfL im Ruhrstadion den BVB.

Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich im Kabinengang stand, wenn die Nachbarn aus Dortmund zu Gast waren. Ich habe die ganze Zeit nur an dieses Spiel gedacht. In meinen Gedanken ging es darum, meinen Gegenspieler mit Kampf und Leistung kaputt zu machen. Er sollte irgendwann mit seinen Kräften am Ende sein. Am liebsten hätte ich sogar seine Füße gefressen. Jeder, der am Samstag auf dem Platz steht, soll nicht viel denken, sondern einfach nur alles geben.

Die Bochumer sind nach dem 1:4 in Wolfsburg wieder in der Realität angekommen. Nach der 1:0-Führung war ich komplett begeistert, umso enttäuschter aber dann, als das Spiel noch derart verloren ging. Das war wirklich schade. Der VfL hat nun nicht viel zu verlieren, kann im eigenen Stadion nur gewinnen, vor allem die Herzen der Fans.

Auf der anderen Seite überrascht mich derzeit jemand gewaltig. Was ist denn bitte mit diesem Zidan los? Nach dem Gewinn der Afrika-Meisterschaft ist er nach Dortmund zurückgekommen und zeigt tolle Leistungen. Dieser Junge ist nur ganz schwer in den Griff zu bekommen und dadurch Gold wert für den BVB. Da muss sich Heiko Herrlich etwas einfallen lassen. Es gibt nur eine Möglichkeit, ihn zu stoppen. Man muss einen Wadenbeißer auf ihn ansetzen, der ihn schon bei der Ballannahme entscheidend stört.

Beim VfL muss man hoffen, dass Stanislav Sestak wieder dabei ist. Er ist nicht nur ein ganz wichtiger Bestandteil der Mannschaft, was er schon geleistet hat, seitdem er in Bochum spielt, ist wirklich klasse. Er geht unheimlich weite Wege und ist für die entscheidenden Treffer gut. Ich wünsche mir, dass er schnell wieder komplett fit wird.

Schon von Kindesbeinen an verfolge ich den VfL Bochum. Es ist schon immer so gewesen, dass nach einer tollen Serie von zig Spielen ohne Niederlage ein paar Pleiten folgten. Gerade am Samstag darf das nicht passieren, die drei Punkte müssen zuhause bleiben. Schließlich ist der VfL noch nicht gerettet. Die Teams von unten punkten jetzt auch.

Es wird noch ein zäher Weg. Genauso wie der für Dortmund in die Europa-League. Bremen, Stuttgart und Hamburg sind ganz starke Konkurrenten, die alles daran setzen werden, selbst in der kommenden Saison international zu spielen. Egal, wie es am Samstag ausgehen wird, ich drücke beiden Teams für die Verwirklichung der Ziele die Daumen.

Autor: Thorsten Legat

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Rubriken

Kommentieren