Das einstige Sorgenkind hat sich etabliert, der Fußball-Ligapokal stößt bei den Teilnehmern inzwischen auf Gegenliebe:

Vorfreude auf Ligapokal so groß wie noch nie

27. Juli 2006, 10:29 Uhr

Das einstige Sorgenkind hat sich etabliert, der Fußball-Ligapokal stößt bei den Teilnehmern inzwischen auf Gegenliebe:

Das einstige Sorgenkind hat sich etabliert, der Fußball-Ligapokal stößt bei den Teilnehmern inzwischen auf Gegenliebe: `Der Wettbewerb ist wirtschaftlich hoch interessant. Da muss man einige Freundschaftsspiele bestreiten, um diese Einnahmen zu erreichen´, sagte Manager Dieter Hoeneß von Bundesligist Hertha BSC Berlin vor dem Auftaktspiel am Samstag (15.30 Uhr/live bei Premiere) gegen den Hamburger SV in Düsseldorf. Im Anschluss (18.15 Uhr) stehen sich beim `Doubleheader´ Schalke 04 und Bayer Leverkusen gegenüber.

Die gleiche Ansicht wie Hoeneß vertritt sein Bruder Uli. `Es gibt ein paar Euro zu verdienen. Da kann schon ein schöner Bretrag zusammenkommen. Den wollen wir uns mitnehmen´, erklärte der Bayern-Manager. Die Zahlen belegen die Aussagen des Bruderpaares. Der Gewinner des Ligapokals erhält eine Siegprämie von rund zwei Millionen Euro. Insgesamt werden bei der ersten Fußball-Großveranstaltung in Deutschland nach der WM 5,2 Millionen Euro ausgeschüttet. Die genaue Verteilung der Prämien hängt auch vom Zuschauer-Zuspruch ab.

Im vergangenen Jahr hatte der Sieger Schalke 04 1,85 Millionen Euro eingestrichen. `Der Pokal ist für mich von großer Bedeutung. Es ist der erste Titel, den man in einer Saison gewinnen kann. Der Wettbewerb hat sich durchgesetzt´, meinte Schalkes Trainer Mirko Slomka und ergänzte: `Er leitet wunderbar von der Vorbereitungszeit auf den Start der Bundesliga über. In diesem Wettbewerb gut abzuschneiden, gibt einem Team ein gutes Gefühl. Nach unserem Triumph im Vorjahr sind wir in den ersten zehn Saisonspielen unbesiegt geblieben.´ Wenn Slomka mit seiner Mannschaft gewinnen sollte, wartet am Mittwoch (20.30 Uhr in München) Rekordsieger und Meister Bayern München auf die Schalker.

Der Sieger des ersten Vorrundenspiels gastiert bereits am Dienstag (20.30 Uhr) bei Werder Bremen. Das Endspiel wird am 5. August (18.00 Uhr) in Leipzig ausgetragen. Lob für die Veranstaltung gibt es auch vom Leverkusener Trainer Michael Skibbe: `Der Pokal hat mittlerweile seinen festen Platz in der Vorbereitung gefunden.´ Und Bayern-Coach Felix Magath will `den Titel unbedingt mitnehmen´. Es wäre der sechste Triumph des Double-Gewinners. Thomas Doll möchte hingegen mit seinem Team `eine Marke setzen´ und Selbstvertrauen für die Saison tanken. `Das Turnier bietet den teilnehmenden Mannschaften optimale Bedingungen, um sich auf die Saison vorbereiten zu können. Wir wollen der Liga zeigen, dass mit uns wieder zu rechnen ist´, sagte der Coach des Hamburger SV.

Die Veranstalter hoffen unterdessen auf einen ähnlich großen Zuschauerzuspruch wie im vergangenen Jahr. Da hatten 167.676 Zuschauer die fünf Begegnungen besucht und damit für einen Rekord gesorgt. Die beiden Spiele in Düsseldorf hatte allerdings nur 20. 395 Anhänger angelockt. `Allein Schalke und seine Fans sind ein Garant dafür, dass diesmal mehr Stimmung rüberkommt´, meinte der Leverkusener Sportdirektor Rudi Völler. Wer nicht ins Stadion kommt, kann sich alle fünf Partien bei Premiere live ansehen. Der Pay-TV-Sender Premiere überträgt in knapp 100 Länder. Internationales Flair wird in den Ligapokal durch die Schiedsrichter hineingebracht.

Der Niederländer Pieter Vink pfeift das Spiel Hamburg gegen Berlin, der Luxemburger Alain Hamer leitet die Begegnung zwischen Schalke und Leverkusen, da die Bundesliga-Schiedsrichter bei ihrem jährlichen Sommerlehrgang in Altensteig/Wart (28. bis 30. Juli) wichtige Instruktionen für die bevorstehende Spielzeit erhalten.

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