Nach zwei Niederlagen in Folge in Worms und RW Essen hat die Zweitvertretung von Fortuna Düsseldorf nun ein paar Tage länger Zeit, ihre Wunden zu lecken.

Palikuca als Stabilisator

"Sind froh, dass wir ihn haben"

Christian Krumm
08. März 2010, 13:37 Uhr

Nach zwei Niederlagen in Folge in Worms und RW Essen hat die Zweitvertretung von Fortuna Düsseldorf nun ein paar Tage länger Zeit, ihre Wunden zu lecken.

Schließlich fiel die Partie bei Preußen Münster den Witterungsverhältnissen zum Opfer. Trainer Goran Vucic ärgerte sich dennoch über die erneute Spielabsage. Im RS-Interview erklärt er, warum.

Goran Vucic, sind Sie froh, dass die Partie in Münster nach zuvor zwei Niederlagen in Folge abgesagt wurde?

Nein, für mich ist es wichtig, dass wir jetzt langsam mal wieder regelmäßig spielen. Nun haben wir wieder in zwei Wochen vier Partien. Das ist wirklich nicht einfach. Mir ist viel lieber, wenn wir Wochenende für Wochenende auflaufen. Aber wenn das nun mal so ist, bleibt uns nichts anderes übrig, als das zu akzeptieren.

Der erneute Spielausfall sorgt wahrscheinlich für eine weitere englische Woche. Wie schlecht ist das für einen Trainer?

Es ist sehr schwierig, auf Situationen in einer Begegnung, die am Samstag war, im Training einzugehen, wenn wir am Dienstag das nächste Spiel bestreiten müssen. Viel mehr muss man zusehen, dass die Jungs sich regenerieren. Höchstens ganz wenige taktische Dinge kann man besprechen. Im Ausdauerbereich ist es nahezu unmöglich etwas zu tun. Das ist auf jeden Fall der große Nachteil von englischen Wochen.

Haben Sie eine Erklärung dafür, warum Ihre Mannschaft sehr häufig nur eine Hälfte richtig gut ist?

Nein, aber ich vermute, das ist Kopfsache. Das beste Beispiel ist doch die Partie gegen Essen. Warum haben wir in der ersten Halbzeit nicht gut agiert? Wir hatten zu viel Respekt vor dem Gegner. Nach dem Wechsel war das ganz anders, da haben wir von der ersten Minute an Gas gegeben und ein ganz anderes Gesicht gezeigt. Uns fehlt einfach die Kontinuität.

Sie haben seit ein paar Wochen Robert Palikuca an Bord. Wie wichtig ist er für das junge Team?

Mit seiner Erfahrung ist er für uns unheimlich wichtig. Dennoch muss ich dazu sagen, dass er sich erstmal daran gewöhnen muss, bis 17 Uhr im Marketingbereich zu arbeiten und dann schon wieder zum Training zu gehen. Das ist für ihn neu, aber wir sind auf jeden Fall froh, dass wir ihn haben. In Trier, wo er zu den besten Leuten auf dem Platz gehörte, hat er schon gezeigt, dass er unsere Qualität erhöht.

Am Dienstag ist die SpVgg Elversberg zu Gast. Wie schätzen Sie den Gegner ein?

Ich habe mir die Mannschaft gegen Köln angesehen. Da haben die Elversberger mit 1:4 hinten gelegen, dann hat man aber gesehen, was sie für eine Kraft und Qualität haben, als sie beinahe noch zum 4:4 gekommen wären. Aber für uns gibt es in dieser Klasse kein leichtes Spiel. In der NRW- und Verbandsliga haben wir schon mal eine Partie mit 70 Prozent Einsatz gewonnen, das ist nun unvorstellbar.

Wer steht am Dienstag nicht zur Verfügung?

Robert Palikuca hat die fünfte Gelbe Karte kassiert, die Langzeitverletzten Achraf Ouro-Gnaou und Andreas Altenbeck fallen weiterhin aus. Dazu kommen Erkan Ari, der gegen Essen wieder einen Schlag auf den lädierten Mittelfuß bekommen hat, und Felix Haas, der aus persönlichen Gründen nicht dabei sein kann.

Autor: Christian Krumm

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