Im anhaltenden Poker um Stürmerstar Ruud van Nistelrooy sieht sich der deutsche Fußball-Meister Bayern München offenbar in einer aussichtsreichen Position.

BAYERN: Poker um van Nistelrooy geht weiter

24. Juli 2006, 12:09 Uhr

Im anhaltenden Poker um Stürmerstar Ruud van Nistelrooy sieht sich der deutsche Fußball-Meister Bayern München offenbar in einer aussichtsreichen Position.

Im anhaltenden Poker um Stürmerstar Ruud van Nistelrooy sieht sich der deutsche Fußball-Meister Bayern München offenbar in einer aussichtsreichen Position. `Noch ist man ja fünf Millionen Euro mit Manchester auseinander. Dennoch stehen die Chancen ganz gut´, verriet Bayern-Präsident Franz Beckenbauer. Manager Uli Hoeneß bestätigte im Trainingslager der Münchner in Rottach-Egern am Tegernsee immerhin, dass der FC Bayern am Sonntag mit Verantwortlichen von Manchester United in Kontakt gestanden und ein neues Angebot für den 30 Jahre alten Niederländer abgegeben habe. `Er will zu uns. Jetzt ist ManU am Zug. Alles hängt davon ab´, sagte Hoeneß.

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In acht bis zehn Tagen erwartet er eine Entscheidung. Ausgeschlossen hat der Bayern-Manager aber erneut ein Tauschgeschäft mit Owen Hargreaves, an dem wiederum ManU Interesse hat. Neben dem deutschen Double-Gewinner bietet auch Real Madrid um van Nistelrooy mit. ManU-Teammanager Alex Ferguson scheint sich mittlerweile mit dem Weggang des Stürmers abgefunden zu haben: `Wenn er wirklich wechseln will, gibt es keinen Grund, ihn zum Bleiben zu überzeugen. ` Laut Ferguson habe van Nistelrooy dem Klub seine Wechselabsichten sogar schriftlich mitgeteilt. Der Vertrag von `Van the Man´, für den Manchester mindestens 18 Millionen Euro haben will, läuft noch bis 2008. Am Montagvormittag nahm der niederländische Nationalspieler bei den `Red Devils´ erst einmal das Training wieder auf. Derweil hat Beckenbauer schon einmal für den Fall, dass van Nistelrooy nach München wechseln sollte, weitergedacht. `Wenn es klappt, haben wir im Sturm einen Spieler zu viel. Ich könnte mir vorstellen, dass wir dann Claudio Pizarro oder Roy Makaay abgeben´, erklärte der `Kaiser´ und brachte den Hamburger SV als möglichen Abnehmer ins Gespräch: `Unsere Beziehungen zum HSV sind ja traditionell gut, da könnte so ein Deal sicher klappen. Momentan ist das aber nur Spekulation.´

Immerhin ist der HSV händeringend auf der Suche nach einem neuen Angreifer. Allerdings machte der derzeit verletzte Pizarro am Montag im kicker bereits deutlich, dass er den FC Bayern unter keinen Umständen verlassen will. `Ich bleibe, ich fühle mich wohl in München, will hier noch Titel gewinnen´, sagte der Peruaner. Makaay (`Man muss abwarten, was passiert´) hat erst im April seinen Vertrag in München bis 2008 verlängert. Trainer Felix Magath stehen derzeit in Pizarro, Makaay, Roque Santa Cruz und Lukas Podolski vier Stürmer zur Verfügung. Mit van Nistelrooy wären es fünf für zwei Plätze. Magath würde den Transfer auf jeden Fall begrüßen: `Es wäre toll, wenn ein Stürmer seines Kalibers zu uns kommen würde.´

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