In den Samstagspartien geht der Kampf um die internationalen Plätze langsam in die heiße Phase. In Freiburg steigt hingegen ein

S04, BVB, VfL

Alle Revierteams im Einsatz

sid
06. März 2010, 09:12 Uhr

In den Samstagspartien geht der Kampf um die internationalen Plätze langsam in die heiße Phase. In Freiburg steigt hingegen ein "Abstiegs-Endspiel".

Köln vor Augen, aber Florenz im Hinterkopf - einen geistigen Schlendrian will Louis van Gaal gar nicht erst aufkommen lassen. Deshalb beantwortete der Trainer des neuen Bundesliga-Tabellenführers Bayern München vor dem Gastspiel beim 1. FC Köln auch demonstrativ keinerlei Fragen zur Champions League. Denn auch so wird die Partie bei den Rheinländern problematisch genug, wenn man dem Niederländer glauben darf: "Köln wird mit zehn Mann verteidigen, für uns ist das noch schwieriger als das Spiel in Nürnberg." Und da kam der Rekordmeister über ein 1:1 nicht hinaus.

Was die eigene Defensivarbeit angeht, durfte der Bayern-Coach am Freitag aufatmen. Zwar fällt Martin Demichelis wegen einer Gesichtsoperation mindestens drei Wochen aus, doch dafür meldete sich Daniel van Buyten nach überstandenem Muskelfaserriss zurück in der Innenverteidigung. Umso schwerer wird es Lukas Podolski fallen, seine magere Torbilanz in Köln (nur ein Treffer in 19 Spielen) ausgerechnet gegen seinen Ex-Klub aufzubessern. "Die Bayern haben einen Superlauf, aber mit der Leistung wie gegen Leverkusen ist etwas möglich", hofft der Nationalspieler, der sein Team im Kampf um den Klassenerhalt auf einem guten Weg wähnt: "Noch zwei, drei Siege, dann sind wir durch."

Das würde für Hertha BSC Berlin längst nicht reichen, der Tabellenletzte braucht mehr "Dreier", am besten schon beim Gastspiel beim Hamburger SV. Die Klubführung stärkte dem Coach bei einer Sitzung noch einmal den Rücken, offen blieb aber, ob dies aus innerer Überzeugung geschah oder der problematischen Situation auf dem Trainermarkt geschuldet war. "Wir haben immer noch alle Möglichkeiten, aus eigener Kraft aus dieser Situation herauszukommen", sagt Funkel, der in der Hinrunde mit einer 1:3-Heimniederlage gegen den HSV seine Arbeit aufnahm. Die Fußball-Statistiker warten bereits auf die 200. Bundesliga-Niederlage Funkels, nur Otto Rehhagel verlor noch öfter.

Kaum besser mit gerade einmal zwei Zählern mehr auf dem Konto steht Hannover 96 da. Deshalb will Trainer Mirko Slomka beim SC Freiburg nicht nur eine in der Liga beispiellose Serie von sieben Niederlagen eines neuen Trainers bei einem Klub verhindern, er fordert mehr von seinen Profis: "Mit einem Sieg den Abstiegsplatz verlassen, nichts anderes kann unser Ziel sein." Mit sechs Heimspielen hintereinander ohne Tor haben die Platzherren bereits einen traurigen Ligarekord aufgestellt, wollen diese Blockade gegen die Niedersachsen aber auf jeden Fall lösen. Coach Robin Dutt geht es darum, "Woche für Woche den Spitzenplatz im Vierkampf um den Klassenerhalt zu verteidigen."

Sogar einen Fünfkampf um die zwei Plätze in der Europa League liefern sich der Hamburger SV, Borussia Dortmund, Werder Bremen, Eintracht Frankfurt und der VfB Stuttgart. Beim HSV hofft man auf einen erneuten effektiven Einsatz von "Joker" Ruud van Nistelrooy. Der genesene Sebastian Kehl steht beim BVB im Westduell gegen Borussia Mönchengladbach erstmals in dieser Saison in der Startformation.

Im direkten Duell gegen die Schwaben steht bei Pokalsieger Bremen wieder Stammkeeper Tim Wiese im Tor. Seinem Gegenüber Jens Lehmann fehlt Vertreter Sven Ulreich, für den die Saison wegen einer Knieverletzung wahrscheinlich beendet ist.

Autor: sid

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Rubriken

Kommentieren