Die SG Schönebeck wird sich am Saisonende von Trainer Rolf Gramatke trennen (RS berichtete). Auf der Suche nach einem Nachfolger ist die SGS fündig geworden.

SGS: Lipinski übernimmt

"Jörg sagte, warum eigentlich nicht?!"

Krystian Wozniak
23. Februar 2010, 08:30 Uhr

Die SG Schönebeck wird sich am Saisonende von Trainer Rolf Gramatke trennen (RS berichtete). Auf der Suche nach einem Nachfolger ist die SGS fündig geworden.

Jörg Lipinski - bisher Sportlicher Leiter beim Landesligisten - wird das Traineramt des scheidenden Gramatke übernehmen.

"Wir haben viele Bewerbungen auf den Trainerposten bekommen. In aller Ruhe haben wir die Bewerberliste sondiert, jedoch konnten wir keinen Favoriten herausfiltern. Da haben wir einfach mal den Jörg gefragt, was denn eigentlich mit ihm sei, ob er sich das vorstellen könnte. Jörg sagte: 'Warum eigentlich nicht!?'", erklärt Stefan Kowalczuk, Abteilungsleiter der Schönebecker, den "Coup" mit dem 42-jährigen Ex-Profi.

Kowalczuk ist zuversichtlich, dass der ehmalige RWE-Kicker auch in der kommenden Saison einen Landesligisten führen wird. "Wir haben absolutes Vertrauen in Rolf Gramatke. Ich bin mir sicher, dass Rolf sich mit dem Klassenerhalt verabschieden will."

Ob Lipinski in der nächsten Spielzeit das Traineramt und die Sportliche Leitung an der Ardelhütte in einer Doppelfunktion ausüben wird, lässt Kowalczuk noch offen. "Wir wissen noch nicht, wie sich die Dinge ergeben. Die SGS wird die erste Trainerstation für Jörg sein. Da muss er erst einmal gucken, wie er mit der Doppelbelastung klar kommt. Immerhin haben wir in Schönebeck einige Seniorenteams, die koordiniert werden müssen. Zu gegebener Zeit werden wir uns hinsetzen und entscheiden, ob Jörg das alleine macht oder ob wir einen neuen sportlichen Leiter einstellen", sagt der 50-jährige kaufmännische Angestellte.

Von Lipinski erwartet der Funktionär indessen keine Wunderdinge. "Wir wollen uns in der kommenden Saison in der Landesliga weiter konsolidieren und peu-a-peu vorwärts kommen."

Lipinski war als Profi für Rot-Weiss Essen, Fortuna Köln und Rot-Weiß Oberhausen aktiv. Der Mittelfeldspieler bestritt in seiner Karriere 237 Partien in der 2. Bundesliga und erzielte dabei 33 Treffer. Sein wohl größter Erfolg war das Erreichen des DFB-Pokalfinales 1994 mit Rot-Weiss Essen.

Autor: Krystian Wozniak

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