Am Mittwoch ist es endlich so weit. Um 19.30 Uhr kommt es an der Essener Hafenstraße zur Diebels-Niederrheinpokal-Partie Rot-Weiss Essen gegen den VfB Speldorf.

Niederrheinpokal:

Speldorf hofft auf "Sensation" gegen RWE

Thorsten Richter/Aaron Knopp
21. Februar 2010, 17:09 Uhr

Am Mittwoch ist es endlich so weit. Um 19.30 Uhr kommt es an der Essener Hafenstraße zur Diebels-Niederrheinpokal-Partie Rot-Weiss Essen gegen den VfB Speldorf.

Eigentlich sollten die Mülheimer im anstehenden Viertelfinale Heimrecht haben, aber aus Sicherheitsgründen darf das Derby nicht am „Blötter Weg“ ausgetragen werden. Nach wochenlangen Diskussionen hat VfB-Manager Ingo Pickenäcker dann der Verlegung nach Essen zugestimmt. „Das Georg-Melches-Stadion ist sicher und deswegen ist es auch in Ordnung, dass wir dort spielen“, will Pickenäcker bei möglichen Ausschreitungen nicht in der Verantwortung stehen.

Außerdem haben die Speldorfer ja gute Erinnerungen an die „Ruine“. Am 27. Mai 2009 feierten die Grün-Weißen mit dem 3:2-Sieg gegen den haushohen Favoriten den Einzug in den DFB-Pokal. „Das war eine unglaubliche Geschichte“, lacht Pickenäcker, der sich selbst fünf Jahre lang für RWE die Schuhe schnürte. „Es ist immer etwas ganz besonderes, in Essen zu spielen. Die Kulisse wird trotz des halbabgerissenen Stadions fantastisch sein und wir werden alles dafür unternehmen, dass wir erneut eine Sensation gegen RWE schaffen werden.“

Dass der Regionalligist indes alles unternehmen will, um eine erneute Blamage gegen den Außenseiter zu verhindern und seiner Favoritenrolle gerecht zu werden, versteht sich von selbst. Zumal es den Essenern in vielerlei Hinsicht schlecht ergeht: Sportlich hinkt die Mannschaft den Erwartungen weit hinterher. Zudem geht der Verein finanziell am Stock. Umso verlockender scheint die Perspektive DFB-Pokal. Deshalb will RWE-Trainer Uwe Erkenbrecher vorab nicht zusätzlich Öl ins Feuer gießen und mahnt zur Konzentration aufs Wesentliche: „Natürlich haben wir mit dem VfB Speldorf noch eine Rechnung offen“, räumt der 55-Jährige ein. „In erster Linie geht es für uns aber darum, eine Runde weiterzukommen.“ Schließlich stehen die Chancen gut, dass dort mit dem Wuppertaler SV ein echtes „Traumlos“ wartet.

[b]Das Viertelfinale in der Übersicht:[/b]
SSVg. Velbert – ETB SW Essen 1:2
SV Sevelen - 1. FC Kleve 1:6

Mittwoch, 24. Februar, 19.30 Uhr:
RW Essen – VfB Speldorf
(Heimrecht getauscht)

Noch ohne Termin:
VfL Tönisberg – WSV Bor.

Halbfinale (30./31. März):
ETB SW Essen – 1. FC Kleve
RWE / Speldorf – Tönisberg / WSV Borussia

Autor: Thorsten Richter/Aaron Knopp

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