Nach der durchwachsenen Vorbereitung hat die Reserve Fortuna Düsseldorfs einen Traumstart ins Fußballjahr 2010 hingelegt: In Trier siegte die Vucic-Elf mit 3:0.

Trier - Fortuna II 0:3

Vucic-Elf mit Traumstart ins neue Jahr

Claus Büttner-Wobst
20. Februar 2010, 20:30 Uhr

Nach der durchwachsenen Vorbereitung hat die Reserve Fortuna Düsseldorfs einen Traumstart ins Fußballjahr 2010 hingelegt: In Trier siegte die Vucic-Elf mit 3:0.

Das Wetter beim Spiel der Fortuna in Trier war seiner Zeit voraus, mit Graupel, Regenschauern und Sonnenschein erinnerte es eher an den April, denn an Februar. Frühlingsgefühle bekam der Trainer der Fortuna-Reserve Goran Vucic aber dann eher aufgrund der Spielweise seiner Mannschaft. Denn gegen erschreckend schwache Trierer reichten drei Torchancen der 95er und eine kompakte Abwehrleistung für einen souveränen 3:0 (2:0)-Erfolg.

Schon mit der ersten Chance gingen die Fortunen in der siebten Minute Führung. Nach einem feinen Zuspiel stand Erhan Zent frei im Strafraum und netzte aus acht Metern ein. Anschließend hatte Trier zwar viel Ballbesitz, konnte sich aber daraus keine Chancen erarbeiten. „Wir haben die Räume sehr eng gemacht und deshalb kam Trier nicht zu seinen Chancen“, lobte Fortunen-Coach Vucic sein Team. Vor dem Wechsel konnte Marco Königs noch das 2:0 erzielen und damit den Grundstein für den "Dreier" der Düsseldorfer legen, ehe knapp eine Viertelstunde vor Spielende wiederum Zent den 3:0-Endstand besiegelte.

Trotz des umfangreichen Lobes richtete Vucic aber auch kritische Worte an sein Team. „Wir hatten vor dem Spiel vor den Standards der Trierer gewarnt, jedoch haben die aus den zehn, fünfzehn Freistößen kein Kapital ziehen können“, so der erleichterte Vucic.

Triers Trainer Mario Basler war nach dem Spiel die Niedergeschlagenheit ins Gesicht geschrieben und auch die „Basler-raus“-Rufe von den Zuschauerrängen und die Proteste vor dem VIP-Zelt zeigten ihre Wirkung. „Ich bin - wie die Mannschaft - enttäuscht, aber ich arbeite mit der Mannschaft weiter“, betonte der ehemalige Nationalspieler, der freilich ergänzte: „Über meine Zukunft als Trainer entscheide nicht ich, sondern der Vorstand des Vereins. Wenn es aber nach mir geht, so sitze ich am kommenden Dienstag beim Nachholspiel gegen Saarbrücken immer noch auf der Bank.“

Der Reserve der Fortuna konnte die Trainerdiskussionen im Moselstadion indes egal sein, sie fuhr mit drei Punkten im Gepäck zurück an den Rhein, um zum nächsten Nachholspiel am kommenden Dienstag wieder in den Südwesten zu fahren, diesmal dann zum Schlusslicht nach Worms.

Autor: Claus Büttner-Wobst

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