Nach der ernüchternden 0:1-Heimpleite gegen Kellerkind SV Waldhof Mannheim hat die Reserve des VfL Bochum wieder in die Erfolgsspur zurückgefunden.

Bayer II - VfL II 1:4

Rzatkowski und Aydin schießen Bayer ab

20. Februar 2010, 18:17 Uhr

Nach der ernüchternden 0:1-Heimpleite gegen Kellerkind SV Waldhof Mannheim hat die Reserve des VfL Bochum wieder in die Erfolgsspur zurückgefunden.

Bei der Zweitvertretung Bayer Leverkusens feierte die Michaty-Elf einen beeindruckenden 4:1-Erfolg. „Das war genau die richtige Antwort auf das Mannheim-Spiel“, befand Nico Michaty.

Wie eng es derzeit in der Regionalliga zugeht, das zeigt ein Blick auf die Tabelle. Im Falle eines Sieges hätten die Leverkusener, derzeit Vorletzter, bis auf sechs Punkte an den Tabellendritten aus Bochum heranrücken können. Kein Wunder, dass Michaty nach dem Abpfiff erleichtert sagte: „Das war ein ganz, ganz wichtiger Sieg für uns. Denn jetzt haben wir einen ordentlichen Abstand nach unten.“ Und er fügte an: „Wenn alles normal läuft, dann brennt für uns nichts mehr an.“

Verantwortlich für den „Dreier“ beim Werksklub war dabei das Duo, das schon im bisherigen Saisonverlauf aus der kompakten VfL-Elf herausragte: Marc Rzatkowski und Mirkan Aydin. Aydin, der in der Hinrunde auch schon sein Bundesliga-Debüt gefeiert hatte, traf doppelt, Rzatkowski leitete den Sieg mit seinem Tor zum 1:0 ein und bereitete die Treffer zwei bis vier vor. „Marc hat ein ganz starkes Spiel gemacht“, gab es auch prompt ein Extralob von Michaty. Bemerkenswert war bei seinem Tor dabei, dass er dieses per Kopf erzielte – und das, obwohl er gerade einmal 1,71-Meter misst, somit auch in Leverkusen der kleinste Spieler auf dem Platz war. „Dennoch hat er eine enorme Sprungkraft und ein Super-Timing“, so Michaty.

Zittern mussten die Gäste aber trotz ihrer schnellen 2:0-Führung noch einmal. Denn nach dem Anschlusstreffer durch Maciej Zieba boten sich für die Leverkusener gleich zwei dicke Ausgleichsmöglichkeiten. Mitten hinein in die Drangphase der Hausherren fiel dann aber die endgültige Entscheidung durch Mirkan Aydin.

Lange Ausruhen können sich die Bochumer auf dem Erfolg allerdings nicht. Schließlich steht bereits am Mittwoch die nächste Partie an, wenn es zu Mainz 05 II geht. Einen Selbstläufer erwartet der VfL-Coach dort aber freilich nicht, schließlich kam seine Elf schon im Hinspiel gegen die Rheinhessen nicht über ein torloses Remis hinaus: „Mainz ist eine sehr kompakte Mannschaft, die in der Abwehr sehr gut geordnet steht.“

Sollte Bochums Sturmduo allerdings diesmal die entscheidende Lücke finden, dann könnte sich der VfL vielleicht doch noch einmal im Aufstiegsrennen zurückmelden.

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