Weil Victor Hugo Lorenzón noch einige Wochen pausieren muss, schaut sich der WSV auf dem Transfermarkt um. Und der Klub ist dabei bereits fündig geworden.

Noch ein Neuer?

Michael Stickel soll den WSV verstärken

17. Februar 2010, 18:57 Uhr

Weil Victor Hugo Lorenzón noch einige Wochen pausieren muss, schaut sich der WSV auf dem Transfermarkt um. Und der Klub ist dabei bereits fündig geworden.

Die offizielle Bestätigung stand bis zum Mittwoch-Abend noch aus, doch auch das Heimspiel des Wuppertaler SV gegen die Reserve des FC Bayern München wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ausfallen. „Ich war am Mittag im Stadion und obwohl die Helfer sich alle Mühe geben, war noch die Hälfe des Spielfelds mit Schnee bedeckt“, berichtete Trainer Uwe Fuchs. Weil zudem die Zufahrtswege und Tribünen stark vereist sind, wird der Platzkomission am Donnerstag kaum etwas anderes übrig bleiben, als erneut den Daumen zu senken. Das Warten auf das erste Heimspiel im Jahr 2010 geht bei den Rot-Blauen also zwangsläufig weiter.

Ganz ungelegen kommt den Bergischen dies aber wohl nicht. Nach der 3:4-Testspielniederlage in Lotte stellte Trainer Uwe Fuchs jedenfalls fest: „Es ist schon sichtbar, dass wir seit Wochen nicht normal trainieren können.“ Zwar stand der WSV im ersten Abschnitt recht sicher, nach einigen Wechseln in der Pause ging allerdings der Spielfluss verloren. „Nach vorne hatten wir zwar einige gute Aktionen, hinten haben wir aber zu viel zugelassen“, befand Fuchs. Die Treffer für die Wuppertaler erzielten Nermin Celikovic (2) und Daniel Keita-Ruel für die Gastgeber waren Nico Beigang, Florian Dondorf, Silvio Pagano und Daniel Wingerter erfolgreich.

Durchaus zu überzeugen wusste bei der Partie in Lotte Testspieler Michael Stickel. Uwe Fuchs jedenfalls hält große Stücke auf den derzeit vereinslosen defensiven Mittelfeldspieler. „Er ist ein taktisch gut geschulter Sechser“, lobt der Trainer, „zudem ist er sehr kopfballstark. Er hat einen guten Eindruck gemacht.“ Gut möglich also, dass die Wuppertaler den 28-Jährigen kurzfristig noch unter Vertrag nehmen. „Wir müssen natürlich abwarten, wie es um seine Fitness bestellt ist und dann sehen wir was zu machen ist“, so Fuchs. „Wir sind schließlich alle bemüht, die Voraussetzungen für den Klassenerhalt zu schaffen.“ Und weil die Rückkehr von Victor Hugo Lorenzón wohl frühestens in drei Wochen zu erwarten ist, würde eine weitere Alternative für das defensive Mittelfeld den Bergischen sicher nicht schlecht zu Gesicht stehen.

Eine andere Frage ist freilich, ob Stickel dem WSV auf Anhieb weiterhelfen könnte. Schließlich ist er schon seit mehr als einem halben Jahr ohne Spielpraxis. Zuvor stand er seit 2002 beim VfR Aalen unter Vertrag, für den er insgesamt 17 Drittliga- und 160 Regionalligaspiele bestritt, dabei sieben Tore erzielte.

Wohl nicht (zumindest für das Profiteam) verpflichtet wird indes Adem Cabuk. Der ehemalige Ahlener, der bei den Sportfreunden Lotte ebenfalls mit von der Partie war und der zuletzt bei Trabzon Karadenizspor in der Türkei unter Vertrag stand, hält sich beim WSV fit, soll aber höchstens eine Option für die U19 des Klubs sein.

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