Mit gerade einmal 13 etatmäßigen Kickern sowie einigen A-Jugendlichen trat BVB II in Offenbach an – und entführte drei ganz wichtige Zähler im Abstiegs-Kampf.

Gemischte Gefühle

Marcus Piossek sieht sich bestätigt

Matthias Dersch
11. Februar 2010, 08:47 Uhr

Mit gerade einmal 13 etatmäßigen Kickern sowie einigen A-Jugendlichen trat BVB II in Offenbach an – und entführte drei ganz wichtige Zähler im Abstiegs-Kampf.

Während die Kickers daraufhin ihren Trainer Steffen Menze vor die Tür setzten und am Dienstag Wolfgang Wolf als Nachfolger präsentierten, war der Jubel bei den Borussen verständlicherweise auch in den Tagen nach dem Überraschungscoup riesig.

„Ich kann mir das noch immer nicht richtig erklären“, grinst Marcus Piossek, der Torschütze zum 1:0, diebisch, als er auf den vierten BVB-Sieg in Folge angesprochen wird: „Wir haben alle am Limit gespielt und damit die vielen Ausfälle kompensiert. Die, die zuvor hinten dran waren, haben gezeigt, dass sie die nötige Qualität besitzen.“

Schon im letzten Jahr hatte der Mittelfeldspieler deutlich gemacht, dass für ihn die schwache erste Saisonhälfte keine Qualitätsfrage war, sondern in erster Linie am fehlenden Glück lag. Nach der Partie in Offenbach sieht sich der polnische U21-Nationalspieler in seinem Urteil bestätigt: „Im Grunde lag unsere Chancenverwertung bei 100 Prozent. Wir hatten vielleicht vier oder fünf Torschüsse im ganzen Spiel.“

Als Grund für die neue Konsequenz im Abschluss nennt der 20-Jährige das gestiegene Selbstvertrauen der Schwarz-Gelben. Nach drei Siegen in der Liga vor der Winterpause und einer starken Vorbereitung zeigten die Dortmunder in Offenbach trotz aller Probleme eine breite Brust – die nach dem Abpfiff sogar noch breiter wurde.

Ohne Bangen hätte Piossek daher auch auf die nächste Aufgabe geblickt: Am Samstag hätten die BVB-„Bubis“ den Tabellenzweiten, Zweitliga-Absteiger FC Ingolstadt, im Stadion Rote Erde empfangen. Doch der erneute Schneefall in Dortmund führte zur Absage der Partie.

Dortmunds Coach Theo Schneider, der seine Kicker am Mittwoch zum Training in eine Soccerhalle schickte, nahm die Absage mit gemischten Gefühlen auf. Einerseits wäre die Personaldecke am Wochenende weiterhin sehr dünn gewesen. Andererseits hätte der 49-Jährige gerne den aktuellen Lauf genutzt, um einem weiteren Favoriten ein Beinchen zu stellen. Dieses Vorhaben wurde nun erst einmal vertagt. Erst in zehn Tagen steht das nächste Pflichtspiel bei der SpVgg. Unterhaching auf dem Programm.

Autor: Matthias Dersch

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