BVB: Bernd Meier will wieder mitmischen

rk
26. Juni 2006, 14:45 Uhr

"Ich bin der vierte Neuzugang", flachst Torhüter Bernd Meier, der eigentlich schon zu Beginn der letzten Saison von LR Ahlen zum BVB wechselte.

"Ich bin der vierte Neuzugang", flachst Torhüter Bernd Meier, der eigentlich schon zu Beginn der letzten Saison von LR Ahlen zum BVB wechselte. Aber aufgrund eines Kreuzbandrisses musste der 34-Jährige ein Jahr aussetzen: "Normalerweise benötigt man nach so einem Rückschlag rund sechs Monate. Doch da der BVB mit Dennis Gentenaar eine Alternative geholt hatte, konnte ich mir Zeit lassen und musste kein Risiko eingehen. Ein Blick auf ähnliche Verletzungen bei anderen Spielern zeigt, dass es zu vielen Rückschlägen kam, weil sie zu früh angefangen hatten."
Mit seinem Dienstantritt am 3. Juli beginnt mit großer Wahrscheinlichkeit die nächste Wartephase des Keepers: "Die Rollen sind eindeutig verteilt. Roman Weidenfeller ist die Nummer eins. Aber vielleicht kann ich ihn ja etwas antreiben, zumal ich in ihm einen zukünftigen Nationalspieler sehe, wenn die jetzigen Routiniers im deutschen Tor zurücktreten." Während Jens Lehmann seinen damaligen BVB-Konkurrenten als den "verrücktesten Mitspieler, den ich je hatte" bezeichnete, kann Bernd Meier nur Gutes über "Weide" berichten: "Ich komme prima mit ihm aus, er ist ein umgänglicher Typ. Doch das bin ich auch."
Dennoch will Bernd Meier noch eine persönliche Rekordmarke in der Bundesliga brechen: "94 Spiele habe ich mit 1860 München und Borussia Mönchengladbach in der höchsten deutschen Spielklasse schon absolviert, die Hundert möchte ich auf jeden Fall noch voll machen." Und dann könnte es sogar noch zu einer "Krönung" kommen: "Unser Ziel kann einfach nur sein, mindestens Platz fünf zu belegen. Das internationale Geschäft muss drin sein."
Vielleicht auch dank der Ruhe des 34-Jährigen - "da ich ein Jahr jetzt verloren habe, bin ich eigentlich 33, fühle mich aber wie ein 29-Jähriger" -, der alles liebt, nur keinen Rummel. "Deshalb habe ich mich mit meiner Lebensgefährtin und dem Nachwuchs auch nach Zell am See zurückgezogen und schaue mir die WM in aller Ruhe im Fernsehen an. So ein Spektakel wie zum Beispiel in Berlin, wo Hunderttausende das Turnier zusammen erleben, das ist nichts für mich." Da ist das direkte Gespräch ihm schon lieber: "Ich telefoniere öfter mit Christoph Metzelder und drücke ihm ganz fest die Daumen, dass vielleicht der ganz große Coup gelingt."

Autor: rk

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