Der 1. FC Hagenshof steht vor dem Aus. In einem Brief wurde dem Verein mitgeteilt, dass Zuschüsse, ohne die der Klub nicht überleben kann, gestrichen wurden.

Zuschüsse gestrichen:

Hagenshof steht vor dem Aus

05. Februar 2010, 18:10 Uhr

Der 1. FC Hagenshof steht vor dem Aus. In einem Brief wurde dem Verein mitgeteilt, dass Zuschüsse, ohne die der Klub nicht überleben kann, gestrichen wurden.

Dabei handelt es sich um eine jährliche Unterhaltungskostenpauschale für Sportstätten, die bisher in mehreren Raten gezahlt wurden. Statt des Geldes kam dieses Mal nur ein Schreiben des Bezirksamts Meiderich/Beeck, dass die Zahlungen aufgrund der angespanten finanziellen Situation der Bezirksregierung nicht geleistet werden können. Neben dem 1. FC Hagenshof sind davon auch der SV Laar 21, Lösort Meiderich und Grün-Weiß Roland Meiderich betroffen. Frank Blom, 1. Vorsitzender des 1. FC zeigte sich enttäuscht: „Die Mitteilung kam am Montagmorgen ins Haus. Wir haben mit den Geldern geplant und stehen jetzt dumm da.“

Insgesamt geht es um eine Summe von 6.500 Euro – Geld, ohne das die Lichter beim Verein wahrscheinlich ausgehen werden, wie Blom erklärt. „Es ist äußerst wichtig für uns, weil es mehr als ein Drittel unseres Budgets ausmacht. Wenn wir das Geld nicht bekommen, dann können wir keine Schiedsrichter mehr bezahlen und die Stromrechnung nicht begleichen. Das würde das Aus bedeuten.“ Der Verein hat derzeit 150 Mitglieder und nimmt mit fünf Mannschaften am Spielbetrieb teil. „Wenn der Verein wirklich zu machen muss, dann müssten unsere 50 Jugendlichen eigentlich alle vor der Bezirksregierung stehen, damit die sehen, was so etwas bedeutet“, sagt Blom.

Bis es soweit ist, will Blom für den 1. FC kämpfen. Deswegen gab es schon zwei Treffen mit Vertretern der Bezirksvertretung Meiderich/Beeck und den anderen betroffenen Vereinen. „Bis jetzt können uns die Bezirksbürgermeisterin Daniela Stürmann und die Vertreter vom Bezirksamt allerdings keine positiven Nachrichten bringen“, bilanziert Blom nach den ersten Gesprächen. Deswegen soll nun ein offener Brief verfasst werden, in dem die Situation der Fußballvereine geschildert wird. Blom verzweifelt derzeit vor allem daran, dass ihm die Hände gebunden sind und er sich auf die Kommunalpolitker verlassen muss. „Ich bin Metaller, aber das sind Vorgänge, bei denen uns die Politiker helfen müssen.“

Wann es eine endgültige Entscheidung geben wird, ist im Moment noch nicht abzusehen. Und solange die Zuschüsse gestrichen sind, müssen die Verantwortlichen beim 1. FC Hagenenshof aber mit dem Schlimmsten rechnen.

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