Der Pay-TV-Sender Premiere will nach dem endgültigen Verlust der Fußball-Bundesliga neue Wege in seinem Sportangebot beschreiten.

Premiere will neues Sportangebot schaffen

08. Juni 2006, 15:22 Uhr

Der Pay-TV-Sender Premiere will nach dem endgültigen Verlust der Fußball-Bundesliga neue Wege in seinem Sportangebot beschreiten.

Der Pay-TV-Sender Premiere will nach dem endgültigen Verlust der Fußball-Bundesliga neue Wege in seinem Sportangebot beschreiten. `Wir stehen in abschließenden Verhandlungen mit den Rechtegebern´, sagte Sportvorstand Carsten Schmidt dem Sport-Informations-Dienst (sid) am Rande einer Veranstaltung in München. Neben der Handball-Bundesliga, für die man bereits ein Angebot abgegeben habe, seien auch andere Sportarten für den Sender interessant. Um welche es sich dabei handelt, wollte der 42-Jährige jedoch nicht verraten. Zudem verspricht sich Schmidt von den Übertragungen im Highspeed-Internet-TV, das das Bonner Telekommunikations-Unternehmen Telekom in Zusammenarbeit mit Premiere von der kommenden Bundesliga-Saison an anbieten wird, einen zukunftsorientierten Verbreitungsweg. `Die Bundesliga ist sicherlich ein Verlust, den wir aber schnell kompensieren werden durch die Partnerschaft mit der Telekom. Und da glaube ich, dass wir in den nächsten zwei, drei Jahren sehr interessante neue Konstellationen im deutschen Fernsehmarkt haben werden´, sagte Schmidt, der bis zuletzt auf eine Beteiligung an der Bundesliga via Kabel und Satellit über den Partner Telekom gehofft hatte. Er räumte jedoch ein, dass die Übertragung der Bundesliga über das so genannte IP-TV `am Anfang sicher eine Herausforderung ist, aber innerhalb der nächsten drei Jahre glauben wir, dass wir damit sehr gut fahren können´, erklärte Schmidt. `Es wird viel davon abhängen, wie schnell die Ausbaupläne der Telekom umgesetzt werden. Wir sind da sehr optimistisch, dass wir schnell eine sehr nennenswerte Reichweite aufbauen können.´ Der Kommunikationsriese hat sich zum Ziel gesetzt, bis Ende 2007 mehr als eine Million Haushalte mit diesem Angebot zu erreichen. Derzeit können nur wenige Hundert diesen Übertragungsweg nutzen. Die Telekom hatte am Mittwoch den Erwerb der Namensrechte an der Bundesliga bekannt gegeben und im Gegenzug bis 2009 auf die zunächst anvisierten Übertragungen via Kabel und Satellit in Zusammenarbeit mit Premiere verzichtet. Künftig wird die Unity-Media-Tochter Arena damit einziger Abo-Kanal sein, der die Bundesliga live anbietet.

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